
Green Deal: Rahmenbedingungen, Strategieentwicklung und Services
Der European Green Deal bringt völlig neue Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in Europa.
Lesedauer: 1 Minute
1. Rechtliche Rahmenbedingungen und geplante Erleichterungen
Als Reaktion auf das 2015 abgeschlossene Klimaschutzabkommen von Paris hat die EU-Kommission ein Konzept mit
verschiedenen Maßnahmen entwickelt, mit dem die Treibhausgasemissionen deutlich reduziert werden sollen und
das Wirtschaftswachstum von fossiler Ressourcennutzung abgekoppelt werden soll. Bis 2050 wird eine Klimaneutralität
in der EU angestrebt. Auch Investitionen sollen verstärkt in nachhaltige Tätigkeiten, Technologien und Unternehmen gelenkt werden. Banken müssen die ESG-Nachhaltigkeitsthemen in ihr Risikomanagement integrieren
und die betrieblichen Kunden über Nachhaltigkeitsrisiken befragen. Um den bürokratischen Aufwand zu verringern,
hat die EU-Kommission kürzlich verschiedene Erleichterungen angekündigt und auch den Zeitplan geändert. Die
für 2025 in der CSRD-Richtlinie festgelegte Ausweitung der rechtlichen Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
wird voraussichtlich erst 2027 kommen und dann nur Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern (anstatt ursprünglich über 250) erfassen. Auch die CSDDD-Richtlinie über Mindestanforderungen in der Lieferkette gilt für Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und soll erst im Juli 2028 (statt 2027) rechtswirksam werden. Dennoch ist durch alle diese neuen EU-Richtlinien mit zusätzlichen indirekten Auswirkungen auf Unternehmen aller Größen, die mit solchen berichtspflichtigen Großunternehmen als vor- und nachgelagerte Geschäftspartner in der Lieferkette verbunden sind, zu rechnen. Alle Unternehmen müssen deshalb auf Fragen zum Thema Nachhaltigkeit vorbereitet sein.
2. Nachhaltigkeitsstrategie
Um diese neuen Anforderungen zu erfüllen und auch wettbewerbsfähig zu bleiben, sollte jedes Unternehmen seine
eigene Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln und seiner Geschäftstätigkeit entsprechende Maßnahmen setzen.
Eine erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategie muss in die Unternehmenskultur integriert werden und von einer
durchdachten Kommunikationsstrategie begleitet werden. Bei umwelt service salzburg gibt es dafür geförderte
Beratungsangebote.
3. Klimaportal und weitere Services
Unternehmen können online ihre betrieblichen Klimabilanzen erstellen. Dazu gehört auch die Kalkulation eines Klimaindikators, um den weiteren Weg in die Klimaneutralität abschätzen zu können. Diese Klimabilanzierung
ermöglicht erste Schritte im ESG-Datenmanagement bzw. die Darstellung der Klimadaten entlang von Wertschöpfungs-
und Lieferketten und empfiehlt sich für die Beantragung von Finanzierungen und Förderungen. Voraussetzung
für die Nutzung des Klimaportals ist ein WKO.at-Account, der von jedem Mitgliedsunternehmen einfach erstellt werden
kann: