
21bitcoin macht gute Geschäfte
Die Salzburger Krypto-Plattform 21bitcoin konnte zuletzt sowohl die Zahl der Nutzer als auch das Handelsvolumen deutlich steigern. Geschäftsführer Daniel Winklhammer peilt im laufenden Geschäftsjahr 2025 ein Volumen von 500 Mill. € an.
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Der Kurs der ältesten und weltweit wichtigsten Kryptowährung hat sich rasant entwickelt. Kostete ein Bitcoin im Dezember 2020 noch rund 30.000 US-Dollar, waren es vier Jahre später bereits 100.000 Dollar.
Parallel dazu ist auch die auf den Handel mit Bitcoin spezialisierte Plattform 21bitcoin stark gewachsen. "Wir sind Ende 2020 zu zweit gestartet und beschäftigen aktuell am Firmensitz in Salzburg und an den Standorten München und Wien über 20 Mitarbeiter“, berichtet Daniel Winklhammer, der gemeinsam mit Dominik Seibold die Geschäftsführung bildet.
21bitcoin hebt für jeden über die Plattform getätigten Bitcoin-Kauf oder -Verkauf eine Gebühr zwischen 0,79 und 1,49% ein. Der Umsatz des Unternehmens hat sich von 2023 auf 2024 fast verfünffacht. Im vergangenen Jahr betrug das Handelsvolumen 165 Mill. €. "Für heuer haben wir uns eine Verdreifachung des Volumens auf mehr als 500 Mill. € vorgenommen. Zugleich soll die Zahl der registrierten Nutzer von 50.000 auf 100.000 steigen“, sagt Winklhammer.
Internationalisierung geht weiter
Seiner Ansicht nach wird der Höhenflug der Plattform auch in den nächsten Jahren nicht abreißen. "Wir haben die Micar-Lizenz beantragt, die regulatorische Standards für Kryptowährungen schafft. Mit dieser Lizenz können wir in der gesamten EU aktiv Kunden ansprechen und die Internationalisierung vorantreiben.“ Die Zahl der Mitarbeiter werde dadurch in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich auf 60 bis 100 steigen.

Wichtige Erfolgsfaktoren seien Sicherheit, Seriosität und Einfachheit, so Winklhammer: "Wir hatten immer das Ziel, Bitcoin nicht nur für junge, technikaffine Menschen, sondern für die breite Masse zugänglich zu machen.“
21bitcoin habe bereits jetzt Kunden in 30 Ländern. "Ein Viertel kommt aus Österreich, der Rest verteilt sich größtenteils auf das EU-Ausland“, erklärt Winklhammer, der vor allem in Deutschland. Italien, Spanien und Frankreich großes Wachstumspotenzial sieht.
Der Bitcoin-Kurs werde voraussichtlich weiter nach oben gehen. "Nachdem das Angebot begrenzt und die Nachfrage hoch ist, kann man davon ausgehen, dass der Preis auch in den nächsten Jahren steigt“, meint Winklhammer. Die Kryptowährung sei aber keine risikolose Geldanlage. "Beim Preis gibt es relativ große Schwankungen. Man sollte nicht glauben, dass man 10.000 € investiert und zwei Monate später reich ist. Bitcoin eignet sich unserer Meinung nach aber sehr gut, um Vermögen langfristig zu sichern.“

Jetzt gehe man daran, gemeinsam mit dem Miteigentümer, der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte, das Dienstleistungsportfolio auszubauen. "Wir arbeiten unter anderem an einer Lösung für Unternehmen und evaluieren Bitcoin-gesicherte Kredite. Kunden, die Bitcoins besitzen, könnten diese als Sicherheit hinterlegen, um einen Euro-Kredit zu erhalten“, führt Winklhammer aus. Bitcoin werde schon in wenigen Jahren in fast jedem Anlageportfolio enthalten sein. "Die Babyboomer übergeben immer mehr Vermögen an die nächste Generation, die immer mehr zu digitalen Vermögenswerten tendiert.“