Person mit lockigem Haar und roter Arbeitsschürze hält eine Tasse und blickt freudig auf ein Tablet, im Hintergrund zeigt sich ein Regal mit Tonwaren und Arbeitsmaterialien
© pikselstock | stock.adobe.com

Glossar für nachhaltiges Wirtschaften: S

Begriffserklärungen zum Thema Nachhaltigkeit

Lesedauer: 2 Minuten

16.07.2024

Sie haben Begriffe wie ESG oder Green Deal zwar schon gehört, wissen aber nicht genau, was diese bedeuten? In diesem Glossar werden die wichtigsten Begriffe zum Thema Nachhaltigkeit erklärt.

Die SBTi ist ein Gemeinschaftsprojekt von CDP, dem UN Global Compact-Netzwerk, dem World Resources Institute und dem WWF, an deren Call-to-Action sich aktuell ca. 6000 Unternehmen beteiligen, wovon sich bereits 3400 ein konkretes Ziel gesetzt haben. Die SBTi bietet Unternehmen eine wissenschaftlich fundierte Methodologie zum Setzen von langfristigen Treibhausgasreduktionszielen.

Science Based Targets sind unternehmerische Klimaschutzziele, die im Einklang mit dem Pariser Abkommen stehen und eingesetzt werden, um die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Die SBTi bietet dazu branchenspezifische Methoden, ein kostenloses Berechnungstool, ein Handbuch sowie technische Unterstützung an, um Unternehmen den Weg zu ambitionierten, langfristigen Klimazielen zu ermöglichen.

Quelle: Siehe Science Based Targets beteiligte Unternehmen

Das Green-House-Gas-Protocoll (GHG-Protokoll) untergliedert Emissionen im Zusammenhang mit dem Corporate Carbon Footprint in drei Scopes:

  • Scope 1: Alle im Unternehmen verursachten bzw. generierten Emissionen (direkte Emissionen)
    Beispiele: Verbrennung von Erdgas in einem Kessel oder Kältemittelleckagen aus Klimageräten
  • Scope 2: Emissionen im Zusammenhang mit dem Einkauf von Energie (indirekte Emissionen)
  • Beispiele: Nutzung von Fernwärme oder eingekauften Strom, deren Emissionen zur Herstellung beim Energielieferanten anfallen
  • Scope 3: Alle anderen Treibhausgasemissionen aus der Wertschöpfungskette (indirekte vor- und nachgelagerte Emissionen). Diese unterteilen sich in 15 Kategorien (eingekaufte Güter und Dienstleistungen, Kapitalgüter, energiebezogene Emissionen, Transport und Verteilung (vor- und nachgelagert), Abfall (Behandlung und Entsorgung), Dienstreisen, Pendeln Mitarbeiter:innen, angemietete/geleaste Sachanlagen, Verarbeitung und Nutzung verkaufter Produkte, Umgang mit verkauften Produkten an deren Lebenszyklusende, vermietete/verleaste Sachanlagen, Franchise, Investitionen)

Anmerkung: Nicht jedes Unternehmen hat in allen Scopes auch tatsächlich emissionsrelevante Aktivitäten.

Tipp: Mit dem Klimaportal der Wirtschaftskammern können Sie Ihren Corporate Carbon Footprint berechnen und auswerten.

Quellen: Häufige Fragen und Antworten zum Klimaportal − WKO / BUSINESSART

Die Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen sind die gemeinsamen Zielsetzungen der Mitgliedsstaaten der UN, um global eine nachhaltige Entwicklung auf ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Ebene zu ermöglichen. Die 17 Ziele mit ihren 169 Unterzielen sind 2016 in Kraft getreten und sind de facto Nachfolger der Millenium Development Goals. Seitdem gilt es für die Mitgliedsstaaten die Zielsetzungen auf die nationale Ebene zu übertragen und Ziele und Maßnahmen festzulegen, um am gemeinsamen Ziel mitzuwirken.

Die SDGs bilden mit ihren 17 greifbaren Themenfeldern für viele Unternehmen eine konkrete Orientierung, wie sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können. Immer mehr Unternehmen richten deshalb ihre Nachhaltigkeitsstrategie oder sogar Unternehmensstrategie an den SDGs aus.

Quelle: SDG WATCH Austria


Weitere Begriffe zum Thema Nachhaltigkeit:

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z