
Metalltechnische Industrie NÖ zum Weltfrauentag: Girls, nehmt die Berufschancen in der Industrie wahr
Girls’Day, proHTL und Lehrlingswettbewerbe: Niederösterreichs stärkste Branche setzt in diesem Frühling erneut einen Ausbildungs- und Exzellenz-Schwerpunkt.
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Sie bilden Niederösterreichs stärkste Branche, sie sorgen für 13,5 Prozent der Wirtschaftsleitung sowie 23 Prozent der Exporte des Bundeslandes, sie sind ein Jobmotor: Die rund 300 Betriebe der Metalltechnischen Industrie (MTI) in Niederösterreich stehen für Wachstum, Wertschöpfung und Wohlstand. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, braucht die MTI bestens ausgebildete und motivierte Fachkräfte. „Moderne Lehrlingsausbildung und gezielte Nachwuchsförderung sind zentrale Bestandteile für die Weiterentwicklung der Branche. Und damit sind sie auch entscheidend für die Sicherung des Industriestandorts Niederösterreichs“, betont Veit Schmid-Schmidsfelden, Fachgruppenobmann Metalltechnische Industrie der Wirtschaftskammer NÖ. Girls’Day, „proHTL NÖ“ und Lehrlingswettbewerbe: Die MTI setzt deshalb in diesem Frühling erneut einen Ausbildungs- und Exzellenz-Schwerpunkt. Ihr besonderes Anliegen dabei: mehr Mädchen und Frauen für technische Berufe zu begeistern.
„Das Gerücht, dass Frauen nicht technologisch affin seien, hält sich leider hartnäckig. Auch wenn Mädchen einen anderen Zugang zu MINT-Fächern haben. Frauen und Technik – das passt einfach“, betont Elfriede Hell, Geschäftsführerin der HASCO Austria GmbH. Dies können Mädchen der 7. und 8. Schulstufe am Girls’Day (24. April) hautnah selbst erleben. In über 100 niederösterreichischen Betrieben – ein knappes Drittel davon in der Metalltechnischen Industrie – können sie einen Vormittag hinter die Kulissen von technischen, handwerklichen und naturwissenschaftlichen Berufen blicken. Die Devise lautet: Förderung der Begeisterung für Technik bereits im Kindesalter.
Technik als Zukunftschance
"Technische Lehrberufe sind die Zukunftschance. Die Karrieremöglichkeiten in der Metalltechnischen Industrie sind äußerst vielfältig. Umso dringender möchten wir mehr Mädchen für diese gut bezahlten technischen Berufe gewinnen. Interessant, vielseitig, attraktive Bedingungen – Girls, lasst euch das nicht entgehen", appelliert Elfriede Hell. Von den aktuell nahezu 26.000 Beschäftigten in den MTI-Mitgliedsbetrieben sind derzeit erst ein knappes Fünftel Frauen. Auch bei den Lehrlingen ist das Verhältnis ähnlich – die Tendenz der letzten Jahre ist aber steigend. "Diverse Teams sind kreativer und innovativer. Noch liegt ein langer Weg vor uns, um das volle Potenzial weiblicher technischer Nachwuchskräfte zu heben. Die Präsenz der MTI am Girls’Day ist nur eine Initiative, mit der wir bestrebt sind, den Anteil weiter zu steigern", so Veit Schmid-Schmidsfelden.
Nachwuchsförderung im Fokus der MTI
Die Nachwuchsförderung ist – neben der Mitarbeit an der Verbesserung an den allgemeinen Standortbedingungen – die wichtigste Aufgabe der Fachgruppe MTI. Eine der gesetzten Maßnahmen ist die finanzielle Unterstützung von Schulexkursionen in einen Mitgliedsbetrieb (Kontakt via www.wko.at/noe/mti). Auch Lehrlinge können von verschiedenen Förder-Aktivitäten profitieren, beispielsweise den Lehrlingswettbewerben der Sparte Industrie. Diese finden im März und April in Neunkirchen und St. Pölten statt. In der Königsdisziplin Industrie 4.0 stammt die Hälfte der Teams aus MTI-Unternehmen.
Die Initiative „proHTL NÖ", unterstützt von namhaften Partnern, fördert erneut innovative praxisbezogene Ausbildung an HTLs, um Investitionen in Gerätschaften und Ausrüstung zu fördern. Projekte können noch bis zum 11. April eingereicht werden, die Jurysitzung für die Projektauswahl findet Ende Mai statt. In den bisherigen sieben Auflagen von „proHTL NÖ" wurden bereits 14 Vorhaben an 11 Schulstandorten unterstützt, die Fördersumme beträgt bereits über 500.000 Euro.

