
"Wissen fließt direkt in lokale Wirtschaft"
„Value through Design“ – das erste Doktoratsstudium der New Design University (NDU) startet im Herbst 2025. Das Programm verbindet anwendungsorientierte Designforschung mit wissenschaftlicher Reflexion. NDU-Rektor Herbert Grüner und Studiengangsleiter Alexander Schwinghammer stellen die Inhalte vor.
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Wirtschaft NÖ: Im Herbst startet der Doktoratsstudiengang „Value through Design“. Was ist das Besondere und wie ergänzt der Studiengang das Angebot der NDU?
Herbert Grüner: Das Doktoratsprogramm ist ein wesentlicher Baustein universitärer Lehre und Forschung. Ich freue mich, dass das Portfolio der NDU damit ergänzt wird. Das Doktorat gehört zu einer Universität, die sowohl eine solide und arbeitsmarktfähige Ausbildung fördert, als auch innovative Entwicklung, die aus der Forschung heraus entsteht. Es ist die folgerichtige Ergänzung zu unseren Bachelor- und Masterstudiengängen.
Alexander Schwinghammer: Dieser Doktoratsstudiengang unterscheidet sich in zwei Punkten von eher künstlerisch-forschenden Programmen: Zum einen durch den thematischen Fokus „Value through Design“, zum anderen durch die explizite Betonung von Gestaltung als Orientierungspunkt. Unsere Forschungscluster „Analog und Digital (und deren Transformation)“, „Materialität & Regeneration“ sowie „Raum und Identität“ machen deutlich, wo sich das Doktoratsprogramm positioniert.
„Value through Design“ – was steckt hinter diesem Titel?
Grüner: Unser Gründungsauftrag lautet, durch Design wertschöpfend für Gesellschaft und Wirtschaft tätig zu sein. Daher ist es folgerichtig, dem Doktoratsprogramm diesen Namen zu geben. Dass wir uns dadurch von anderen Universitäten unterscheiden, ist klar. Bei uns geht es um die forschungsbasierte Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Zeit und der notwendigen Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft zur Sicherung einer nachhaltigen Zukunft. Wir möchten unsere Doktorand:innen fördern, die Rolle von Design als Teil sozialer, kultureller, wirtschaftlicher und ökologischer Wertschöpfung zu untersuchen.
Wie zeigt sich Wertschöpfung durch Design?
Schwinghammer: Design kann einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten. So hat sich beispielsweise gezeigt, dass Design gerade in Transformationsprozessen wie Unternehmensnachfolge, Neuausrichtung oder Erschließung eines neuen Marktsegments produktiv in die Unternehmensstrategie hineinwirken kann.
Welchen Mehrwert bringt das Doktorat für Niederösterreich?
Schwinghammer: Die New Design University kann bereits auf Kooperationsprojekte mit regionalen Unternehmenspartnern zurückblicken, die Forschungsanteile hatten. Diese Potenziale der kooperativen Forschung möchten wir mit dem Doktoratsprogramm fördern und ausbauen.
Grüner: Ich verstehe das Doktorat zudem als festen Bestandteil universitärer Forschung, die nicht zuletzt auch den Forschungsstandort Niederösterreich stärkt. Das Wissen und die Kenntnisse, die wir hier erarbeiten und vermitteln, wie Selbstständigkeit, berufliche Integrität oder die Ausrichtung auf Employability für den außerhochschulischen Arbeitsmarkt, fließen direkt in die lokale und regionale Wirtschaft – ein beachtlicher Mehrwert.
Was erwarten Sie von potenziellen Bewerber:innen für das Doktorat?
Schwinghammer: Den gestalterischen Anspruch an sich selbst, sich kreativ und forschungsorientiert mit den Herausforderungen der heutigen Welt auseinanderzusetzen.
Grüner: Und natürlich, dass sie Ambitionen haben, mit zukunftsorientierten Strategien relevante Ergebnisse für regionale Unternehmen und damit auch im übergeordneten Sinne für unsere Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen.
