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WKNÖ-Ecker: „EU setzt endlich Forderungen nach Bürokratieabbau um“

Mit den angekündigten Vereinfachungen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung, fallen 80 Prozent der Unternehmen, vor allem KMU, nicht mehr unter die Berichtspflicht – „Omnibus“-Verordnungen beim Lieferkettengesetz verringern Regulierungen um mindestens 25 Prozent.

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Aktualisiert am 27.02.2025

„Wir setzen uns als Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ) schon seit Langem für Bürokratieabbau für die Unternehmen ein. Der jetzt vorgestellte Plan der EU-Kommission, für unsere Unternehmen Vereinfachungen beim Lieferkettengesetz und bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung umzusetzen, zeigt, dass sich dieser Einsatz lohnt“, freut sich Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker.   

Konkret soll die Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) um zwei Jahre verschoben werden und künftig nur noch für Großbetriebe mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und 450 Mio. Euro Jahresnettoumsatz gelten. Das Lieferkettengesetz wird nicht nur verschoben, sondern auch vereinfacht. Sorgfaltsprüfungen in der Lieferkette sollen sich nur auf direkte Geschäftspartner beschränken, Unternehmen mit unter 500 Mitarbeitern müssen großen direkten Geschäftspartner weniger Informationen zur Verfügung stellen und Überprüfungen der Lieferkette sind nur noch alle fünf Jahre erforderlich. Insgesamt sollen sich beim Lieferkettengesetz die Regulierungen um mindestens 25 Prozent verringern.

Auch beim CO2-Grenzausgleichssystem (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) sind Erleichterungen geplant. So sollen zum Beispiel kleine Importeure, vor allem KMU und Privatpersonen, von den CBAM-Verpflichtungen ausgenommen werden. Außerdem sind Vereinfachungen der Vorschriften für Unternehmen, die weiterhin in den Anwendungsbereich von CBAM fallen, vorgesehen.

WKNÖ fordert rasche Umsetzung und weiteren Bürokratieabbau

„Gerade für unsere Klein- und Mittelbetriebe, die das Rückgrat unserer niederösterreichischen Wirtschaft sind, sind diese von der EU-Kommission angekündigten Schritte, eine große Entlastung. Jetzt geht es darum, dass diese Vorhaben auch sehr rasch in die Umsetzung kommen“, betont Wolfgang Ecker.

Auch auf nationaler Ebene fordert der WKNÖ-Präsident Maßnahmen, um den Bürokratieaufwand für die Unternehmen deutlich zu reduzieren: „Mehr als 32.000 Vollzeitkräfte in Niederösterreich machen nichts anderes, als sich mit Bürokratie zu beschäftigen, anstatt ihre Energie, ihr Können, ihre Expertise und Motivation für Wirtschaftswachstum und Innovation einsetzen zu können. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten müssen wir aber alles tun, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe zu stärken. Wir müssen auch in Österreich endlich vom Reden ins Tun kommen!“

Präsident Wolfgang Ecker
© Rita Newman WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker

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