Mehrere Windräder stehen versetzt in blauem Wasser. Dahinter ist ein blauer Himmel mit einigen Wolken
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Baltica 2: Polens größtes Offshore-Windparkprojekt startet 2025 – 2,5 Mio. Haushalte ab 2027 mit grüner Energie versorgt

Mit dem Baubeginn 2025 setzen PGE und Ørsted auf bahnbrechende Energieinnovation – ein entscheidender Schritt für Polens Energiewende und Versorgungssicherheit

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Polen Energiewirtschaft Erneuerbare Energien
10.02.2025

Inhaltsverzeichnis

    Die finale Investitionsentscheidung für die Offshore-Windfarm Baltica 2 – derzeit das größte Projekt im Bereich erneuerbare Energien in Polen – ist gefallen. Das Projekt ist Teil eines zweiphasigen Vorhabens, das insgesamt bis zu 2,5 GW Leistung erreichen soll: Baltica 2 mit rund 1,5 GW und Baltica 3 mit etwa 1 GW. Mit 107 Windturbinen und einem Investitionsvolumen von rund 30 Mrd. zł wird die Anlage im polnischen Teil der Ostsee zwischen Łeba und Ustka errichtet. Die Turbinen werden mindestens 25 km vor der Küste installiert, während die Onshore-Infrastruktur in der Gemeinde Choczewo entsteht.

    Der Bau der Offshore-Komponenten startet 2025 mit vorbereitenden Maßnahmen wie der Entfernung von Gesteinsbrocken vom Meeresboden. Im Jahr 2026 folgt die Installation der Fundamente, Exportkabel und Offshore-Transformatorstationen. Danach werden die Verbindungskabel zwischen den Fundamenten und den Transformatorstationen verlegt. Ab 2027 beginnt schließlich die Montage der Windturbinen, während parallel umfassende Tests der Kabel und elektrischen Komponenten durchgeführt werden. Damit wird bereits 2027 die erste grüne Energie in das polnische Stromnetz eingespeist – ausreichend, um über 2,5 Millionen Haushalte zu versorgen.

    Das Projekt wird als Gemeinschaftsunternehmen von PGE Polska Grupa Energetyczna und Ørsted realisiert, wobei beide Partner jeweils 50 % der Anteile halten. PGE sichert seinen Anteil über ein Project-Finance-Modell und hat dafür Kredite von mehr als 20 nationalen und internationalen Finanzinstituten – darunter der Europäische Investitionsbank und der Europäische Wiederaufbaubank – erhalten. Ørsted finanziert seinen Anteil aus eigenen Mitteln. Alle wesentlichen Verträge, Baugenehmigungen und Vereinbarungen, wie beispielsweise die Nutzung von Hafenflächen in Gdańsk und der Aufbau eines Betriebs- und Servicezentrums in Ustka, sind bereits abgeschlossen.

    Mit Baltica 2 wird ein entscheidender Schritt in Polens Energiewende gemacht: Das Projekt diversifiziert die Stromerzeugung, erhöht die Energiesicherheit und liefert saubere sowie kostengünstige Energie. Darüber hinaus setzt es wirtschaftliche Impulse, die neue Investitionen und Arbeitsplätze im ganzen Land fördern sollen. Vertreter beider Unternehmen betonen, dass die Übergangsphase von der Planung zur Bauphase nun offiziell begonnen hat und Baltica 2 als wegweisendes Vorhaben für die Zukunft der Offshore-Windenergie in Polen gilt.

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