NÖ Wirtschaft vom 20. September 2019 / Folge 37_38

· 3 Nr. 37/38 · 20.9.2019 Niederösterreichische Wirtscha Gratulation an alle neuen Meisterinnen und Meister Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl Niederösterreich ist und bleibt das Land der Meisterinnen und Meister. Über 400 niederösterreichische Unternehmerin- nen und Unternehmer haben in der vergangenen Prüfungsperiode ihre Be- fähigungs- bzw. Meisterprüfungen ab- gelegt. Dementsprechend grandios und dem Anlass angemessen war die Mei- sterfeier unserer Sparte Gewerbe und Handwerk im WIFI Niederösterreich: Schließlich ist es keine Selbstverständ- lichkeit, sondern ganz im Gegenteil ein Zeichen von höchster Leistungsbe- reitscha und größtem Wissen, wenn sich junge Menschen aufmachen und nach harter Arbeit und konzentriertem Lernen ihre Befähigungs- und Meister- prüfungen absolvieren. Sie erklimmen damit die absolute Spitze des nieder- österreichischen Handwerks. Sie haben damit eine Qualifikation erreicht, die in der Bevölkerung höchstes Ansehen genießt. Dazu gratuliere ich ihnen ganz, ganz herzlich! Es zahlt sich in jedem Fall aus, die Meisterprüfung abzulegen. Schließlich hat Handwerk noch immer goldenen Boden. Bester Beweis ist, dass die Meisterprüfung auch von den Konsu- mentinnen und Konsumenten geschätzt wird: 95 Prozent der Kunden attestieren Meisterbetrieben eine hohe Qualität bei ihren Leistungen. Und drei Viertel al- ler Österreicherinnen und Österreicher sind davon überzeugt, dass die Meisterprüfung als Berufs- qualifikation ein wichtiger Schutz für Konsumenten ist – weil damit eben quasi „ge- prü e Qualität“ angeboten wird. Das funktioniert nur mit klaren Regeln für den Gewer- bezugang. Denn wenn jeder einfach alles machen kann, wird man im Gewerbe und Hand- werk allerlei finden, aber sicher nicht verlässliche, höchste Qualität. Foto: Gabriele Moser „ Kommentar „ Zahl der Woche niederösterreichische Schülerinnen und Schüler nahmen bisher an der Aktion „Der Lkw bringt, was wir täglich brauchen“ der Fachgruppe für das Güterbeför- derungsgewerbe teil. Fotos und Informationen auf Seite 33 4.100 Wirtscha regional: Tischlerei Kovacs lebt Wertschätzung Die Häl e der Mitarbeiter von Robert Kovacs ist unter 20 Jahre, dreißig Prozent sind Lehrlinge. „Ich habe vor 23 Jahren den Betrieb übernommen und konnte damals keine guten Mitarbeiter finden. Deshalb ist mir die Lehrlingsausbildung ein großes Anliegen“, berichtet der Tischlermeister aus Kirchberg am Wechsel (Bezirk Neun- kirchen). Er hat derzeit zehn Mitarbeiter und kann das 40-jährige Bestehen seines Familienunternehmens feiern. Die meisten Lehrlinge findet er über den engen Kontakt zu den Schulen in der Umge- bung. So kann man sich beim „Schnuppern“ kennen lernen. „Ich kann o aus drei Kandi- daten für eine Lehrstelle aussuchen“, freut sich Kovacs über das große Interesse. Und die meisten Lehrlinge bleiben dann auch in seinem Betrieb. Immerhin wird auch hier Wertschätzung gelebt. Der Unternehmer fi- nanziert Schiwochenende, Segway-Ausflug oder auch ein gemeinsames Bogenschie- ßen, um die Mitarbeitermotivation zu erhöhen. Und die Rückmeldungen seiner Kunden geben ihm recht: „Ich höre o , dass meine Mitarbeiter super sind.“ Die WKNÖ veranstaltet von 14. bis 20. Oktober die Wertschätzungswoche. Alle Mitgliedsunternehmen können mit- machen. Egal, ob kleinere Projekte oder eine größere, langanhaltende Maßnahme. Projekte können bis 7. Oktober 2019 einge- reicht werden. Unter allen teilnehmenden Unternehmenverlost dieWKNÖproViertel einen Bildungsgutschein vomWIFI NÖ im Wert von 200 Euro. Nähere Informationen: www.wko.at/noe/wertschaetzung Wirtscha international: China zweifelt an Wachstumsziel Peking (APA/dpa) – Der Handelskrieg mit den USA macht es China schwer, seine ursprünglichen Wachstumsziele einzuhalten. „Es ist eine ziemlich schwere Aufgabe für eine so große Volkswirtscha wie China, schnelle Wachstumsraten von mehr als sechs Prozent vor dem Hintergrund der ungewissen internationalen Situation zu wahren“, sagte Premier Li Keqiang. Spannungen am Golf: Zinssenkung Washington (APA/Reuters) – Angesichts verstärkter Konjunktursorgen vor allemwegen des Handelskon- flikts steht die US-Notenbank Fed vor der zweiten Zinssenkung in diesem Jahr. Fed-Chef Jerome Powell hatte jüngst die internationalen Finanzmärkte bei einem Au ritt in Zürich darauf vorbereitet. Von den Kapitalmärkten kommen bereits Warnzeichen, die als Vorboten für einen Abschwung gedeutet werden können. Französische Hotels in Damaskus Paris (APA/AFP) – Ein französisches Unternehmen will im Bürgerkriegsland Syrien zwei Hotels er- öffnen. Die beiden Häuser sollen demnächst in der Hauptstadt Damaskus eröffnen, wie die zum chine- sischen Konzern Jin Jiang gehörende Louvre Hotels Groupmitteilte. Die Vereinbarung stehe „in striktem Einklang mit dem Völkerrecht“, hieß es. Tischlermeister Robert Kovacs (v.) mit sei- nen Lehrlingen im Betrieb. Foto: Richard Tuschl

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