NÖ Wirtschaft vom 20. Februar 2015 / Folge_8 - page 6

6 · Wirtscha skammer-Wahl 2015 ·
Nr. 8 · 20.2.2015
Niederösterreichische Wirtscha
Das sagen die wahlwerbenden Gruppen
Bei der Wirtscha skammer-Wahl 2015 stehen Ihnen in den Fachorganisationen insgesamt 13 wahlwerbende
Gruppen für Ihre Stimmabgabe zu Verfügung. Im Interview mit der NÖWI sprachen die Spitzenkandidaten der
im Wirtscha sparlament vertretenen Wählergruppen über ihre Ziele und Themenschwerpunkte.
Wie lautet Ihr Wahl-
ziel bei der Wirt-
scha skammer-Wahl
2015?
Warum sollen die
Wähler gerade Ihre
Wählergruppe wählen
und wofür steht sie?
Was konnten Sie seit
der letzten Wahl 2010
umsetzen bzw. was
haben Sie bewegt?
Welche wirtscha spo-
litischen Rezepte haben
Sie für den Wirtscha s-
standort NÖ? Wo sehen
Sie den größten Hand-
lungsbedarf?
Das oberste Ziel bleibt
immer, unsere Unterneh-
merinnen und Unternehmer
bestmöglich vertreten und
unterstützen zu können.
Dazu braucht es eine starke
Wirtscha skammer. Jede
abgegebene Stimme gibt
der WKNÖ in ihrem Einsatz
für unsere Betriebe zusätz-
liche Kra . Wählen gehen
heißt, Wirtscha stärken!
Wir haben auf allen Ebe-
nen Wirtscha s-Profis, die
wissen, was ihre Branche
braucht. Und wir haben
bereits bewiesen, dass wir
365 Tage im Jahr nicht für
Partei-Hickhack, sondern
Know-how, bestes Service
und Unterstützung für un-
sere Betriebe stehen – für
EPU ebenso wie für KMU
und Leitbetriebe.
Handwerkerbonus, NÖ
Begabungskompass, Ge-
winnfreibetrag gesichert,
Beau ragte reduziert,
Arbeitszeitaufzeichnungen
erleichtert, Grunderwerbs-
steuer gedämp , Kreditver-
tragsgebühr abgeschafft,
regionale Vergaben erleich-
tert, Wochengeld verdoppelt,
Crowdfunding gestärkt, Be-
triebshilfe ausgebaut,…
Wir brauchen Stärkungs-
initiativen wie eine neue
Investitions- und eine Mitar-
beiterprämie. Die Bürokratie
ist noch immer viel zu o
Zeit- und Gelddiebstahl,
muss weiter eingedämmt
werden. Augenmaß und
Augenhöhe, Beraten statt
Strafen sind gefragt. Und zu
neuen Belastungen gibt es
ein klares Nein!
Wir wollen stärker werden.
Der Wirtscha sverband NÖ
hat viele Vorschläge erar-
beitet, um die Bedingungen
für die Ein-Personen-Unter-
nehmen (EPU) und kleinen
und mittleren Unternehmen
(KMU) zu verbessern. Um die-
se Vorschläge umzusetzen,
ist es notwendig, dass wir in
den Fachgruppen stark ver-
treten sind.
Der Wirtscha sverband NÖ
will mehr soziale Sicherheit
für die Selbstständigen. Sie
werden derzeit benachteiligt.
Der 20-prozentige Selbstbe-
halt beim Arztbesuch muss
abgeschafft werden. Kleinst-
unternehmer sollten das
Krankengeld sofort erhalten.
EPU und KMU müssen steu-
erlich entlastet werden.
Der Einsatz des Wirtscha s-
verbandes hat wesentlich
dazu beigetragen, dass für
Selbstständige ein Kran-
kengeld eingeführt und das
Wochengeld erhöht wurde.
Und die Schwellenwerte-
Verordnung, die die Vergabe
von öffentlichen Au rägen
an regionale Kleinunterneh-
men einfacher macht, wurde
verlängert.
Für kleine Unternehmen
müssen die Förderung und
Beratung bei Betriebserwei-
terungen und der Umsetzung
neuer Ideen ausgebaut
werden. Sie müssen bei In-
vestitionen mehr unterstützt
werden. Wichtig ist eine
leistungsfähige Infrastruktur:
gute Verkehrsverbindungen
und schnelles Internet in allen
Regionen.
Wir wollen stärker wer-
den! Die WK ist so schwarz
eingefärbt, dass sie als
Interessensvertretung
nicht funktioniert, weil nur
brav abgenickt wird, was
die Regierung beschließt.
Unternehmer sollen für
ihren Zwangsbeitrag echte
Vertretung bekommen, das
geht nur mit demokratischer
Krä eau eilung.
Unternehmer tragen die
Freiheit im Herzen, deshalb
haben sie sich ja selbststän-
dig gemacht. Und genau das
ist auch unser Ansatz: Wir
stehen für freies Unterneh-
mertum und Chancengleich-
heit und sind klar gegen
Überbürokratisierung, Über-
regulierung und Bevormun-
dung durch Staat und EU.
Wir haben fünf Jahre lang
den Wählerau rag umge-
setzt, Fehlentwicklungen
aufzuzeigen (Stichwort:
Gastronomie!) und mit Kon-
zepten gegen die schwarze
Stillstandsallmacht in der
WK aufzutreten; etwa mit
der Petition im Parlament
betreffend Vorsteuerabzug
für alle betrieblich genutzten
Fahrzeuge.
Für uns liegt der dringend-
ste Handlungsbedarf in der
Entbürokratisierung, einem
Stopp der Überregulierung
und Bevormundung. Die
ständig wachsenden Vor-
schri enfluten machen das
Überleben für KMU immer
schwieriger. Wir wollen,
dass Unternehmer frei und
eigenverantwortlich agieren
können.
Wir freuen uns auf einen
spürbaren Zugewinn an
Stimmen und Mandaten. Im
Sinne der Demokratie sehen
wir aber auch eine deutliche
Steigerung der Wahlbeteili-
gung als nötig. Daran arbei-
ten wir durch umfassende
Information der Wahlberech-
tigten.
Wir stehen als Vertretung
der niederösterreichischen
UnternehmerInnen in der
Wirtscha skammer für
Transparenz, Kontrolle und
den glaubha en Einsatz für
die Interessen v.a. der Ein-
Personen-Unternehmen.
Wir bieten u.a. gute besuch-
te Workshops, Seminare und
andere Weiterbildungsver-
anstaltungen an. Weiters
intensivieren wir laufend den
Kontakt zu den Unterneh-
merInnen, um über unsere
Kammer-Arbeit zu infor-
mieren und ihre alltäglichen
Probleme als Grundlage für
unser weiteres Handeln auf-
zunehmen.
Nötig sind die Stärkung
der EPU durch günstige
Büroräume, Co-Working-Ein-
richtungen in den Gemein-
den, Unterstützung bei der
Anstellung von Mitarbeite-
rInnen (Förderung der Lohn-
nebenkosten zu 100% im
ersten, 75% im zweiten, 50
% im dritten Jahr), Kinderbe-
treuung ausbauen, um Eltern
das Arbeiten zu ermöglichen.
Fotos: zVg
Sonja
Zwazl
Obfrau Wirt-
scha sbund
Günter
Ernst
Landespräsi-
dent SWV NÖ
Elisabeth
Ortner,
Landesobfrau
RfW NÖ
Christian
Schrefel,
Landesspre-
cher Grüne
Wirtscha NÖ
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