NÖ Wirtschaft vom 20. Februar 2015 / Folge_8 - page 4

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Nr. 8 · 20.2.2015
Niederösterreichische Wirtscha
WK-Wahl 2015
Am 25. und 26. Februar sind 94.250 Unternehmerinnen
und Unternehmer in Niederösterreich aufgerufen, ihre
Interessenvertretung zu wählen. Wirtscha skammer
NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl stand der NÖWI vor der
Wahl Rede und Antwort.
NÖWI: Frau Präsidentin
Zwazl, worum geht es bei der
Wirtscha skammerwahl?
Dass Sie wieder gewählt
werden?
Zwazl
(schmunzelt): Bei der Fra-
ge, warum Wirtscha streibende
zur Wirtscha skammerwahl ge-
hen sollen, geht es nicht darum,
ob die Frau Zwazl oder der Herr
XY gewählt werden soll.
Worum dann?
Eine Wahl ist für mich ein Grad-
messer der Akzeptanz. Jede Orga-
nisation kann nur so stark sein,
wie sie von ihren Mitgliedern
stark gemacht wird. Es
geht umden Zu-
spruch der
Mitglieder.
Jede Un-
terneh-
merin und jeder Unternehmer,
die wollen, dass wir als Wirt-
scha skammer weiterhin etwas
für sie bewegen sollen, müssen
zur Wahl gehen. Es geht um die
Durchsetzungskra ihrer Interes-
senvertretung.
Wer die Organisation schwä-
chen will, geht also nicht zur
Wahl?
Wenn ich schon Mitglied bei
einer Organisation bin, muss ich
doch ein Interesse daran haben,
dass diese Organisation stark ist.
Wer anders handelt, schneidet
sich doch nur ins eigene Fleisch.
Zielführend ist es in jedem Fall,
wenn ich meiner Verantwortung
als Unternehmer nachkom-
me und wählen gehe. Und
mal ehrlich, wer sonst, als
die Wirtscha skammer,
setzt sich für die Wirt-
scha ein und bringt
etwas für alle Betriebe
weiter? – Da gibt es
nur uns.
Mächtige
Lobbys
könnten
doch
auch
etwas
bewe-
gen?
Für einige wenige zumeist große
Unternehmen, deren Interessen
sie vertreten. Aber was mit den
anderen, mit der Mehrheit der
Betriebe? Nein, ich halte nichts
von so einem System.
Dann vertritt die
Wirtscha skam-
mer in erster
Linie die
Kleinen?
Wir vertreten
alle
Unter-
nehmen, vom
ganz kleinen
bis zum gro-
ßen. EPU, KMU,
Leitbetriebe – al-
le profitieren von
unserem Service und
unseren Angeboten. Die
gemeinsame Vertretung für alle
macht in unserer vernetztenWirt-
scha auch für alle Sinn – für die
großen Leitbetriebe ebenso wie
für EPU und für die vielen KMU,
die unseren Wirtscha sstandort
prägen.
Aber alle zu vertreten und
deren verschiedene Inter-
essen auszugleichen macht
die Arbeit doch nicht eben
einfacher?
Mag sein, aber fairer ist dieses
System allemal als eines, wo
finanzstarke Lobbys den Ton an-
geben. Es macht einfach Sinn, mit
einer starken Stimme gegenüber
der Politik aufzutreten. Deswegen
werden wir als Wirtscha skam-
mer ernstgenommen. Weil wir die
einzige, gesetzlich legitimierte
wirtscha liche Interessenvertre-
tung aller Unternehmen sind.
Ihr Ansprechpartner
ist die Politik?
Ja, aber ebenso die Sozialpartner
und nicht zu vergessen die Behör-
den. Bei mir imBürowaren vorhin
gerade Vertreter der Finanzpoli-
zei. Das ist immens wichtig, dass
wir mit den Behörden in einem
ständigen Dialog auf Augenhöhe
sind. Auf diese Weise haben wir
schon viel für unsere Betriebe
erreichen können. Es gibt eben so
viele Dinge, die nur wir als Wirt-
scha skammervertreter
vorbringen können,
weil wir diese aus
unserer unter-
nehmerischen
Praxis kennen.
Ich führe ja
selber einen
Kleinbetrieb,
stehe selbst im
Geschä . Mir
braucht niemand
erzählen, was es
heißt, Unternehmerin
bzw. Unternehmer zu sein.
Und welche Rolle spielt die
Parteipolitik in der Wirt-
scha skammer?
Kommt drauf an, was Sie unter
Parteipolitik verstehen. Verschie-
dene wahlwerbende Gruppen tre-
ten zur Wirtscha skammerwahl
an. Bei uns in Niederösterreich
sind es genau 13. Über die Stärke
dieser einzelnen Gruppen ent-
scheiden die Wählerinnen und
Wähler am 25. und 26. Februar.
Insofern ist die Wirtscha skam-
mer „parteipolitisch“. Wenn Sie
mit Parteipolitik aber kleinliche
„Wadlbeißerei“ meinen, das findet
bei uns nicht statt. Dafür ist mir
die Zeit einfach zu schade. Jeder
dermich kennt, weiß das und kann
das bestätigen.
Manche meinen, gäbe es die
Wirtscha skammer nicht,
müsste man sie erfinden?
So ist das. Jede Unternehmerin
und jeder Unternehmer, alle, die
am 25. oder 26. Februar zur Wirt-
scha skammerwahl in Niederö-
sterreich gehen, treffen auf jeden
Fall die richtige Wahl.
Foto: Moser
WKNÖ – Die richtige Wahl!
„Wer sonst,
als die Wirtscha s-
kammer, setzt sich für
die Wirtscha ein und
bringt etwas für alle
Betriebe weiter? – Da
gibt es nur uns.“
WKNÖ-Präsidentin
Sonja Zwazl
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