NÖ Wirtschaft vom 29. Mai 2015 / Folge_21_22 - page 14

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Nr. 21/22 · 29.5.2015
Niederösterreichische Wirtscha
Österreich
Ladendiebe stehlen jährlich Wa-
ren imWert von schätzungsweise
ca. 600 Millionen Euro. „Dass es
sich dabei um ein Prozent des
Umsatzes handelt, mag auf den er-
sten Blick wenig erscheinen. Wer
sich jedoch vergegenwärtigt, dass
der durchschnittliche Gewinn bei
1,5 Prozent und damit in einer
vergleichbaren Größenordnung
liegt, dem wird das enorme Aus-
maß dieses Schadens klar“, betont
Bettina Lorentschitsch, Obfrau
der Bundessparte Handel.
Es ist daher wichtig, Maßnah-
men zu setzen, die helfen, Laden-
diebstahl zu bekämpfen bzw. zu
verhindern. Deshalb gibt es im
Rahmen der Kooperation „Un-
ternehmen Sicherheit“ zwischen
Wirtscha skammer und Innen-
ministerium jetzt eine Offensive
für die Wirtscha mit neuen
Services. Dazu gehören das neue
E-Learning-Angebot „Sicherheit
im Handel“ (gemeinsam von der
Bundessparte Handel, dem Innen-
ministerium, der OeNB und VSD
Austria umgesetzt), die Sicher-
heits- und Notfall-App, das „SMS
Info“-Service sowie die Broschüre
„Dauerthema Ladendiebstahl“.
Die Kooperation „Sicher-
heit im Handel“ setzt
Maßnahmen zur Verhin-
derung von Kriminalität.
Handel intensiviert Kampf gegen Ladendiebe
Das E-Learning-Tool „Sicher-
heit im Handel“ soll in Form
einer Basis-Schulung für Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter für
mehr Sicherheit im Bargeldkreis-
lauf sorgen. In einfacher Weise
werden die Prüfschritte „Fühlen
– Sehen – Kippen“ erklärt, damit
Fälschungen schnell und effizi-
ent von echten Euro-Banknoten
Crowdfunding-Gesetz im Ministerrat beschlossen
Herbert Rohrmair-Lewis.
Anlässlich des im Ministerrat
beschlossenen Alternativfinanzie-
rungsgesetzes zeigt sich Herbert
Rohrmair-Lewis, Bundesvorsit-
zender der Jungen Wirtscha ,
zufrieden: „Das ist ein Schritt in
Richtung mehr Rechtssicherheit
für Unternehmer und private
Investoren. Wird der Gesetzesvor-
schlag so im Parlament beschlos-
sen, ermöglicht er Jungunterneh-
mern bessere Startvoraussetzun-
gen. Das bedeutet wiederum neue
Mit dem Alternativfinan-
zierungsgesetz (AltFG)
können Jungunternehmer
endlich auf solide, alter-
native Finanzierungsmög-
lichkeiten zugreifen.
Arbeitsplätze und mehr Innovati-
on. Es freut mich besonders, dass
im Gesetz schließlich auch unsere
Kernforderungen berücksichtigt
werden.“ So sieht das reformierte
Crowdfunding-Gesetz nicht nur
die Anhebung der Obergrenze für
die kostspielige Prospektpflicht
auf fünf Millionen Euro, son-
dern darunter auch stufenweise
Informationspflichten vor. „Eine
wesentliche Erleichterung – nicht
nur für jene, die Kapital benötigen,
sondern vor allem für diejenigen,
die Potenzial in neuen Ideen se-
hen und investieren möchten“, so
Rohrmair-Lewis.
V.l.:RomanSeeliger(WKÖ),RobertSpevak(VSD-Austria),BettinaLorentschitsch
(WKÖ), Stefan Augustin (OeNB) und Herwig Lenz (Bundeskriminalamt).
unterschieden werden können.
Darüber hinaus bietet das Tool
Anweisungen zum richtigen Ver-
halten für Kassiererinnen und
Kassierer im Handel und Hinwei-
se zu technischen Hilfsmitteln
oder Prüfgeräten.
Die Notfall- und Sicherheits-
App der WKO (für Android und
iOS) enthält alle wichtigen Infor-
mationen für die Notfallsituatio-
nen Laden- und Taschendiebstahl,
Einbruch, Vandalismus, Raub,
Überfall und Kreditkartenbetrug.
Das „SMS-Info-Service“ für
Klein- und Mittelbetriebe wurde
weiter ausgebaut. Dabei werden
die Geschä sleute auf freiwilli-
ger Basis von der Polizei mittels
Kurzmitteilungen oder E-Mail
über sicherheitsrelevante Vorfälle
informiert, beispielsweise, wenn
Laden- oder Taschendiebe unter-
wegs sind.
Fotos: WKÖ
f
Prospektpflicht:
Mit dem
Gesetz ist erst ab einem Emis-
sionsvolumen von 5 Millionen
Euro der volle Kapitalmarktpro-
spekt notwendig. Derzeit liegt
die Grenze bei 250.000 Euro.
Für ein Emissionsvolumen zwi-
schen 1,5 und 5 Millionen Euro
ist kün ig nur noch ein verein-
fachter Prospekt zu erstellen
(„Prospektpflicht light“).
f
Investment-Höhe:
Ein Inve-
stor kann pro Projekt bis zu
5.000 Euro im Jahr investieren.
Diese Grenze kann aber über-
schritten werden, wenn der
Investor im Monat mehr als
durchschnittlich 2.500 Euro
netto verdient – dann kann das
Zweifache des Monatsnetto-
einkommens veranlagt werden.
Oder es können zehn Prozent
des Finanzanlagevermögens
pro Investor angelegt werden,
wenn diese Summe höher als
5.000 Euro ist.
Alternativfinanzierungsgesetz
Weitere Informationen
:
wko.at/sicherheitimhandel
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