NÖ Wirtschaft vom 28. Februar 2014 / Folge 9 - page 3

Lohnnebenkosten – endlich runter und nicht rauf
Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl
Es ist grundsätzlich der falsche Weg, wenn
rechtliche Regelungen, kaum, dass sie ein-
geführt wurden, gleich wieder über den
Haufen geworfen werden sollen – wie es zu-
letzt bei der GmbH-Regelung und beim Ge-
winnfreibetrag in he igster Weise versucht
wurde. Unsere Wirtscha , unsere Betriebe,
brauchen Rechtssicherheit, brauchen Ver-
lässlichkeit.
Das, was wir in der Debatte um das Ab-
gabenänderungsgesetz erreicht haben, ist
aber absolut ok: Der zusätzliche Schwung
für Unternehmensgründungen, der ja
immer das erklärte Ziel der neuen GmbH-
Regelung war, bleibt ebenso gesichert wie
der Gewinnfreibetrag als Ausgleich zum 13.
und 14. Gehalt der Unselbstständigen. Der
ergänzende Fokus auf Wohnbauanleihen
für Gewinne über 30.000 Euro sollte zusätz-
lichen Schwung in den Wohnbau und die
Bauwirtscha bringen.
Dazu kommt noch das Pilotprojekt der
Handwerker-Bonus, von dem ich mir wün-
sche, dass er sich bewährt und daher kün ig
weiter ausgebaut wird. Und die Lohnneben-
kosten werden heuer um 0,1 Prozent bei den
AUVA-Beiträgen und nächstes Jahr um 0,1
Prozent beim Insolvenzentgeltfonds sinken.
Auch, wenn das
der einzelne
Betrieb viel-
leicht nicht so
richtig spürt:
In Summe
entlasten die-
se Senkun-
gen unsere
Wirtscha um immerhin 200 Millionen
Euro. Vor allem geht es damit endlich in die
richtige Richtung: Es geht mit den Lohnne-
benkosten runter – und nicht immer weiter
nur hinauf.
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Nr.
9 · 28.2. 2014
Niederösterreichische Wirtscha
1,5
„
Zahl der Woche
„
Kommentar
Prozent betrug im Jänner die Inflationsrate in Österreich,
nach 1,9 Prozent im Dezember. Gegenüber dem Vormonat
fielen die Preise um 0,9 Prozent. Ausschlaggebend dafür wa-
ren fast ausschließlich Auswirkungen des Winterschlussver-
kaufes, teilte die Statistik Austria mit.
Wirtscha regional:
Gewürzexperte Kotányi baut Marktposition aus
Mit einem Jahresumsatz von 138
Millionen Euro und einem Ge-
samtwachstum von zwei Prozent
konnte Kotányi 2013 an den Vor-
jahrserfolg anknüpfen. 30 Prozent
davon erwirtscha ete der heimi-
sche Marktführer in Österreich.
DieGewürzedesFamilienunter-
nehmens mit Sitz in Wolkersdorf
sind auch international in aller
Munde: 70 Prozent des Umsatzes
werden über die Exportmärkte
lukriert. Mit seiner CEE-Offensive
Ende der 80er Jahre legte Erwin
Kotányi den Grundstein für den
Erfolg: Mittlerweile ist Kotányi
unter den Top-Marken in über
20 verschiedenen Ländern eta-
bliert. In Russland, dem größten
Auslandsmarkt mit rd. 20 Prozent
Umsatzanteil, ist Kotányi erneut
Marktführer. Die stärkste Steige-
rung zeigte 2013 Polen mit einem
Umsatzplus von 10 Prozent.
Mit dem Relaunch der Kotányi
Gewürzmühlen konnte das Un-
ternehmen auch den Umsatz im
neuen Markt Brasilien krä ig
ankurbeln. 2014 hat sich Kotányi
ein Wachstum um 3,5 Prozent auf
142 Millionen Euro zum
Ziel gesetzt. Insgesamt
beschä igt Kotányi
540 Mitarbeiter, da-
von 280 in Österreich.
Foto: Kotányi
Wirtscha international:
Facebook kau WhatsApp
New York (APA/Reuters) - In der teuersten Übernah-
me seiner Geschichte kau das weltgrößte Online-
Netzwerk Facebook für rund 19Mrd. Dollar (13,8Mrd.
Euro) den SMS-Dienst WhatsApp. Mit dem Coup will
Facebook-ChefMarc Zuckerberg die Popularität seines
Unternehmens vor allem bei jungen Nutzern steigern.
Whatsapp solle als eigenständiges Unternehmen mit
seinenbekanntenDiensten erhaltenbleiben, versprach
Zuckerberg. WhatsApp ist ein Programm für mobile
Geräte wie Smartphones oder Tablets und gehört zu
den beliebtesten Anwendungen (Apps) der Welt. Es er-
möglicht denNutzern, Kurznachrichten, Fotos undAu-
diodateien über eine Internetverbindung zu schicken.
Deutsche Unternehmen optimistisch
München (APA/dpa) - Die deutschen Unternehmen
sind mit Zuversicht ins neue Jahr gestartet. Der Ifo-
Geschä sklimaindex legte im Jänner zu und stieg
deutlich von 109,5 auf 110,6 Punkte. Das wichtigste
Stimmungsbarometer der deutschen Wirtscha klet-
terte damit auf den höchsten Stand seit etwa zwei-
einhalb Jahren. „Die Erwartungen an den weiteren
Geschä sverlauf waren fast drei Jahre lang nicht mehr
sooptimistischwieheute.DiedeutscheWirtscha star-
tet hoffnungsfroh ins neue Jahr“, sagte Ifo-Präsident
HansWerner Sinn. Der Index hält sichbereits seitMärz
2010 über der Marke von 100 Punkten. Der Ifo-Index
wird monatlich durch die Befragung von rund 7.000
Unternehmen ermittelt.
Unter der Führung von Erwin
Kotányi stellt das Familienunter-
nehmen aus Wolkersdorf 4.500
verschiedene Artikel für den Haus-
halt und die Gastronomie her.
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