NÖ Wirtschaft vom 28. Februar 2014 / Folge 9 - page 24

24 · Branchen ·
Nr. 9 · 28.2.2014
Niederösterreichische Wirtscha
„Ausgezeichnete“ Direktberater
Beim Kick Off 2014 imWIFI St. Pölten erhielten elf Absolventen des WIFI-
Kurses „Direktvertrieb – Chance für die Zukun “ das Zertifikat „Ausge-
zeichneter Direktberater“. Der Kurs umfasst in vier Modulen neben Grund-
wissen zum Direktvertrieb und seinen Ausprägungen, rechtlichen und steu-
erliche Grundkenntnissen auch Tipps zur Business-Etikette. Obmann Her-
bert Lackner (links im Bild neben Spartenobmann Franz Kirnbauer) gratulierte den Absolventinnen: „Mit dem Kurs
eignen Sie sich nicht nur das Rüstzeug an, um als Unternehmer erfolgreich zu sein. Sie signalisieren Ihren Kunden
auch, dass Ihnen Direktvertrieb eine Berufung ist und dass Sie ein kompetenter Ansprechpartner sind!“ Bildmitte
WIFI-Kurator Gottfried Wieland, rechts: WKNÖ-Vizepräsident Josef Breiter und Alt-Obmann Walter Stummer.
Nina Sti ist die
neue Landes-
gremialobfrau.
Sie löst Jutta
Pemsel ab, die
weiterhin
als
Obfrau auf Bun-
desebene tätig ist. Die engagierte
Unternehmerin ist 40 Jahre alt,
verheiratet und hat zwei Kinder.
Nach Ablegung der Handels-
akademie-Matura absolvierte sie
den Universitätslehrgang für den
Unternehmernachwuchs amHern-
stein-Institut und ist seit 20 Jahren
im elterlichen Betrieb tätig. Die
NÖWI war neugierig auf die Pläne
der neuen Obfrau und fragte nach.
NÖWI: Sie führen in vierter
Generation das Modehaus
Sti in Tulln und sind schon
früh in den Landesgremial-
ausschuss gekommen. Was
planen Sie im Hinblick auf
Ihre „doppelte“ Erfahrung“?
Sti : Gut eingeführte Aktionen
wie die „Scharfen Tage“ und unsere
umfangreichen Schulungen für
Mitarbeiter und Lehrlinge möchte
ich natürlich weiterführen. Da den-
ke ich besonders an die Modeinfor-
mationen mit Marga Indra-Heide
und Kai Jäckel sowie die Dekora-
tionsseminare und Aktivitäten in
Geht die NOVA-Rechnung auf?
„
Mein Standpunkt
Wenn die
Regierung
mit der Er-
höhung der
NOVA wie-
der einmal
die Autofah-
rer besteu-
ert,
dann
geht sie offenbar davon aus, dass
sie damit mehr Einnahmen erzie-
lenwird. Ob dieseRechnung auch
wirklich aufgeht, bezweifle ich.
Ärgerlich ist vor allem die
überfallsartige Art und Weise,
wieman die Erhöhung der NOVA
propagiert hat. Das ist nicht be-
sonders bevölkerungskonform,
sondern unklar und unprofessio-
nell über die Bühne gegangen.
Man konnte wochenlang dem
Kunden nicht einmal aktuelle
Preislisten geben wegen der
Unsicherheit, wie die NOVA neu
aussehen wird. Zumindest aber
hat die Wirtscha skammer für
mehr Rechtssicherheit gesorgt,
indemdas Datumdes Kaufvertra-
ges für die Berechnung derNOVA
ausschlaggebend ist: Wer bis 15.
Februar einen unwiderruflichen
Kaufvertrag für ein neues Auto
abgeschlossen hat, kann, wenn
dieLieferungbisEndeSeptember
erfolgt, noch in den Genuss der
günstigeren NOVA kommen.
Dass sich die Steuermaßnah-
me in irgendeiner Form auf
den Fahrzeughandel auswirken
werden, liegt auf der Hand:Wenn
der Frühling beginnt, kaufen
die Leute lieber ein Auto als im
Hochsommer, wo das Geld eher
für den Urlaub verwendet wird.
Kaufen werden die Leute Autos
aber trotzdem, weil sie eben ei-
nes brauchen. Durchaus möglich
ist es aber, dass der Autokauf we-
gen der NOVA auf einen späteren
Zeitpunkt verschoben wird. Und
das wird unserer Branche zu
schaffen machen, schließlich be-
nötigen auch wir einen gewissen
Umsatz pro Monat, um unsere
Kosten zu decken. Auch beimGe-
brauchtfahrzeughandel wird die
erhöhte NOVA eine Rolle spielen
und Gebrauchtfahrzeuge in der
Folge ebenfalls teurer machen.
Die neue Gesetzeslage trifft
die Niederösterreicher mehr als
die Bewohner anderer Bundes-
länder. Grund sind die geogra-
fischen Rahmenbedingungen:
Ich glaube grundsätzlich nicht
daran, dass plötzlich alle Leute
zu Fußgängern werden. Aber in
Wien ist es jedenfalls einfacher,
auf öffentliche Verkehrsmittel
umzusteigen als in Niederöster-
reich, wo viele auch beruflich auf
das Auto angewiesen sind.
„
Mode & Freizeitartikel
Neue Obfrau
von Obmann Wolfgang Schirak (Fahrzeughandel)
„
Fahrzeughandel
Italien-Probleme
Es gibt Anfragen und Beschwer-
den bezüglich der Verwendung
von österreichischen Probefahrt-
kennzeichentafeln („blaue Kenn-
zeichentafeln“ gem. § 45 KFG) in
Italien: Kolportiert werdenWeiter-
fahrt-Verweigerung, Kennzeichen-
abnahme und/oder Strafen. Offen-
bar werden derzeit österreichische
Probefahrtkennzeichen für die
Verbringung von Fahrzeugen aus
Italien heraus nicht anerkannt. Das
BM für Verkehr, Innovation und
Technologie hat derzeit noch kei-
neMitteilung über eine Änderung
hinsichtlich der Anerkennung von
österreichischen Probefahrtkenn-
zeichentafeln in Italien. Es wurde
aber bereits eine diesbezügliche
Anfrage an die italienischen Be-
hörden veranlasst.
Bis zur endgültigen Klärung
sollte davon ausgegangen wer-
den, dass österreichische Probe-
fahrtkennzeichen in Italien nicht
anerkannt werden. Den Erlass des
Ministeriums finden Sie auf
wko.at/noe/fahrzeughandel
den Berufsschulen, bin aber auch
stets offen für neue Ideen.
2013 das G3 in Gerasdorf,
heuer der Umbau der SCS
mit der Eröffnung von Pri-
mark noch vor Weihnachten:
Wie stellt man sich als be-
troffener Händler darauf ein?
Das G3 ist auf Grund seiner
Lage und Erreichbarkeit sicher ein
Sonderfall. Wir haben das G3 in
Tullnwider Erwarten fast gar nicht
gespürt. Das Refurbishing der SCS
war aus Sicht der Centerbetreiber
und Mieter sicher dringend not-
wendig und der Umbau ist auch
gut gelungen. Der Fachhandel
ist davon wohl weniger betroffen
als Diskonter und manche junge
Anbieter, wie etwa im Franchise-
bereich.
Der Online-Handel ist ein
heißes Thema in der Mode-
branche. Manche sehen das
als existentielle Bedrohung,
gleichzeitig drängen immer
mehr Mitbewerber in den
Markt. Wie sehen Sie das?
Der Fachhandel gehört medial
und auch in den Köpfen der Men-
schen aufgewertet. Nach dem
alten Slogan „Fahr nicht fort, kauf
im Ort“, sollte es heute vielmehr
heißen „Kauf nicht anonym im
Online-Handel, sondern persön-
lich im Fachhandel“. Natürlich ist
der Onlinehandel ein Thema, aber
ich glaube, dass sich auch hier die
Umsätze stabilisierenwerden – so
wie beim Versandhandel. Unser
Vorteil ist: Wir reden mit den
Kunden, erfüllen Sonderwünsche
und bringen unseren Kunden
eine besondere Wertschätzung
entgegen, das ist unser großer
Pluspunkt.
Fotos: zVg
„
Direktvertrieb
Foto:
Die8Werbegroup
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