NÖ Wirtschaft vom 09. Mai 2014 / Folge_19 - page 8

8 · Niederösterreich ·
Nr. 19 · 9.5.2014
Niederösterreichische Wirtscha
NÖ feierte den „Tag der Arbeitgeber“
Der „Tag der Arbeit“ wird am 1. Mai gefeiert – die Rolle der
Unternehmer und Arbeitgeber findet dabei so gut wie keine
Beachtung. Deshalb hat die Wirtscha skammer am
30. April den „Tag der Arbeitgeber“ ausgerufen, um die
Wertschätzung gegenüber demUnternehmertum zu heben.
„Was wäre der Tag der Arbeit
ohne Arbeitgeber?“ hat sich die
Wirtscha skammer gefragt und
deshalb im Vorjahr am 30. April
erstmalig in ganz Österreich den
„Tag der Arbeitgeber“ ausgerufen.
Was wäre der Tag der
Arbeit ohne Arbeitgeber?“
WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl
legt Wert darauf, zu betonen, dass
der „Tag der Arbeitgeber“ nicht
als „Gegenveranstaltung zum 1.
Mai gedacht ist“. Die rote Nelke
amWirtscha skammer-Plakat soll
nicht provozieren, sondern viel-
mehr zum Nachdenken anregen.
„Durch die Blume“ wird die Öffent-
lichkeit am „Tag der Arbeitgeber“
darauf hingewiesen, dass Wohl-
stand und Beschä igung nur in
einem gesunden Miteinander von
Arbeitnehmern und Arbeitgebern
zu erzielen sind.
Dementsprechend wurde am 30.
April in ganz Österreich mit einer
Kampagne – auf Plakaten, Insera-
ten und bei Veranstaltungen – die
Frage gestellt: „Was wäre der Tag
der Arbeit ohne Arbeitgeber?“ Die
Antwort ist einfach: Ohne Unter-
nehmer gibt es keine Arbeit!
Ohne Unternehmer keine Ar-
beitsplätze, kein Einkommen, kein
Wohlstand“, betonte auch Herbert
Klenk jun., Geschä sführer des
St. Pöltner Elektrotechnikunter-
nehmens Klenk & Meder beim
gemeinsamen
Pressegespräch
mit Präsidentin Zwazl. 1968 als
2-Mann-Betrieb gegründet, be-
schä igt das Unternehmen heute
über 800Menschen. 133 Lehrlinge
werden aktuell ausgebildet.
„Erfolgreich nur, wenn
es ein Miteinander gibt“
„Auch Unternehmersein ist Ar-
beit“, verweist Klenk unter ande-
rem auf die Verantwortung, die für
die Beschä igten und in der Folge
auch für deren Familien getragen
wird. „Wirklich erfolgreich ist ein
Unternehmen nur dann, wenn es
ein Miteinander gibt.“ Zugleich
streicht er die Bedeutung von
Investoren hervor. „Gott sei Dank
wird in Niederösterreich so viel
investiert, dass es dem Standort
gut geht.“
„Was wäre Niederösterreich oh-
ne seine Unternehmerinnen und
Unternehmer?“ fragt Präsidentin
Zwazl und gibt auch gleich die
Antwort. „Auf keinen Fall die
wirtscha liche Top-Region, das
Bundesland mit höchster Le-
bensqualität in Österreich.“ 4,5
Milliarden Euro investiert dafür
die blau-gelbe Wirtscha im Jahr.
„Eine Zahl“, so die Präsidentin,
„welche die Wirtscha sdynamik
in unserem Bundesland sehr an-
schaulich widerspiegelt.“
90.000 Betriebe schaffen
415.000 Arbeitsplätze
Die NÖ Wirtscha streibenden
schaffen das, was für viele selbst-
verständlich scheint: Beschä i-
gung, Einkommen, Wohlstand und
WachstuminunseremBundesland
– und das auch in schwierigen
Zeiten.
„90.000 NÖ Unternehmerin-
nen und Unternehmer schaffen
415.000 Arbeitsplätze“, sagt Prä-
sidentin Zwazl. Diese Würdigung
gilt selbstverständlich auch für die
steigende Zahl an Ein-Personen-
Unternehmen (EPU), denn sie
haben ebenfalls bereits einen be-
sonderen wichtigen Arbeitsplatz
geschaffen: „Nämlich ihren eige-
nen“, betont Zwazl.
„Sie tragen so mit ihrem Unter-
nehmergeist ihren Teil zur gesam-
ten Wirtscha sdynamik bei.“ Die
Wertschätzung gegenüber dem
Unternehmertum komme in der
breiten Öffentlichkeit aber noch
immer viel zu kurz.
Arbeitgeber-Sozialbilanz
kann sich sehen lassen
Dabei sind die Leistungen
enorm: 14,5 Milliarden Euro wer-
den allein von niederösterreichi-
schen Betrieben an Löhnen und
Gehältern gezahlt, das entspricht
fast einem Drittel des NÖ Brut-
tolandesproduktes. Aber auch die
„Sozialbilanz“ der Arbeitgeber
kann sich sehen lassen. Mehr als
5MilliardenEuro jährlichmachen
die Sozialbeiträge der Unterneh-
men zur Absicherung unserer
sozialen Netze aus.
WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl
und Klenk & Meder-Geschä s-
führer Herbert Klenk jun. bei der
gemeinsamen Pressekonferenz am
„Tag der Arbeitgeber”.
Foto: Lechner
Im Zentrum der Beratung standen Probleme mit kriminellen Praktiken
in- und ausländischer Firmen zum Schaden der heimischen Wirtscha .
Vor besonderen Herausforderungen stehen die Kontrollbehörden
beimHerüberarbeiten über die Grenze, beim internationalen Güterver-
kehr und bei der Jagd nach Scheinfirmen. In einemkonstruktivenDialog
zwischen Behörden- und Wirtscha svertretern wurden Lösungen erar-
beitet, um die Effizienz der Kontrollen zu erhöhen. Einhellig vertreten
wurde aber auch, dass gerade beim Herüberarbeiten über die Grenze
gesetzliche Nachbesserungen notwendig sind, um wettbewerbsverzer-
rendem Herüberarbeiten effektiv entgegentreten zu können.
Im Bild von links: Angelika Aubrunner (WKNÖ), Alexandros Rambacher
(WKNÖ), Roland Ziegler (BUAK), Maria Schreiner (WKNÖ), Stefan Grusch
(BH Hollabrunn), Bernd Stolzenberg (BUAK), Renate Scheichelbauer-Schu-
ster (WKNÖ), Franz Kandlhofer (WKNÖ), WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl,
WKNÖ-Direktor Franz Wiedersich, Andreas Pircher (WKNÖ), Wilfried Leh-
ner (BMF), Franz Penner (WKNÖ), Peter Kubanek (WKNÖ), Michael Aigner
(BMF), Gerhard Stoiber (NÖGKK), Patricia Luger, (WKNÖ), Karl Bruckner
(NÖGKK), Harald Tastl (NÖGKK) und Martin Egger (WKNÖ).
Foto: Erich Marschik
Wirtscha skammer NÖ lud zum Behördengipfel
Auf Einladung der Wirtscha skammer Niederöster-
reich und unter Vorsitz von Präsidentin Sonja Zwazl
fand in der WKNÖ-Zentrale in St. Pölten ein hochran-
gig besetzter Behördengipfel statt.
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