NÖ Wirtschaft vom 09. Mai 2014 / Folge_19 - page 3

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Nr.
19 · 9.5. 2014
Niederösterreichische Wirtscha
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Zahl der Woche
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Kommentar
Mrd. Kubikmeter Gas fließen ab 2017 jährlich nach Österreich, das vereinbarten
die OMV und Gazprom in einer Absichtserklärung. Die Kosten des etwa 50 Kilo-
meter langen South-Stream-Teilstücks in Österreich liegen laut OMV im dreistel-
ligen Millionenbereich. Von Österreich aus soll das Gas weiter in Europa verteilt
werden. Österreichs Verbrauch beträgt knapp 8 Mrd. Kubikmeter pro Jahr.
Leistungen der Arbeitgeber bewusst machen
Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl
Anlässlich des „Tages der Arbeitgeber“ haben
wir erhoben, wieviel die niederösterreichi-
schen Betriebe in den Sozialtopf einzahlen: Es
sind über 5 Milliarden Euro!
Der Arztbesuch, die Operation, die monat-
liche Pensionszahlung, die Überweisung des
Arbeitslosengeldes, der Umschulungskurs
beim AMS – all diese Sozialleistungen und
nochvieleswärenohne dieBeiträge derUnter-
nehmen schlichtweg nicht finanzierbar. Dazu
kommt noch, dass wir Arbeitgeber ja nicht nur
unsere eigenen, sondern ebenso die Beiträge
unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
berechnen und an die Gebietskrankenkasse
weiterleiten müssen. Außerdem „dürfen“ wir
Arbeitgeber für den Staat auch gleich die
Lohnsteuer in Abzug bringen und überweisen
– in Summe sind das 13 verschiedene Posten.
Das müssen wir kostenlos tun, ha en aber
dafür und werden kontrolliert. Im Endeffekt
sind das enorme Bürokratiekosten, welche
allein wir Arbeitgeber zu tragen haben. Auch
wenn oder vielmehr weil gerade jetzt die AK-
Wahl bei uns in Niederösterreich läu : Diese
Leistungender niederösterreichischenArbeit-
geber sind es in jedem Fall wert, der breiten
Öffentlichkeit bewusst gemacht zu werden.
Denn noch immer gilt, was Winston
Churchill einst
gesagt hat: „Es
gibt Leute, die
halten den Un-
ternehmer für
einen räudigen
Wolf, den man
totschlagen
müsse, ande-
re meinen, der
Unternehmer sei eine Kuh, die man ununter-
brochenmelken kann. Nur ganz wenige sehen
in ihm das Pferd, das den Karren zieht.“ Das
wollen wir ändern.
Der Baukonzern Strabag hat die Zusam-
menarbeit mit dem Montage- und Befesti-
gungsmaterialhändlerWürth, mit der Zent-
tale in Böheimkirchen (Bezirk St. Pölten),
vertie . Ein entsprechender internationaler
Kooperationsvertrag zur Erweiterung der
bereits bestehenden strategischen Partner-
scha sei unterzeichnet worden. Demnach
gelten für die Strabag fortan in sechs euro-
päischen Ländern einheitliche Preise und
Artikelbezeichnungen beim Einkauf von
rund 2.300 Artikeln aus dem Würth-Sorti-
ment. Die Länder Belgien, Luxemburg und
Niederlande kamen hinzu. Für Deutsch-
land, Österreich und die Schweiz sei bereits
2010 ein internationaler Rahmenvertrag
unterschrieben worden. Die Strabag ist den
Angaben zufolge einer der größten Würth-
Kunden aus der Baubranche.
Die deutsche Würth-Gruppe besteht aus
über 400 Gesellscha en inmehr als 80 Län-
dern und beschä igt rund 63.000 Arbeit-
nehmer. In Österreich sind bei der Würth
Handelsges.m.b.H. rund 750 Mitarbeiter
beschä igt, die 2013 einen Umsatz von
170,1 Mio. Euro erzielten. 1999 wurde der
Firmensitz von Wien nach Böheimkirchen
(Niederösterreich) verlegt.
Wirtscha regional:
Strabag vertie e Zusammenarbeit mit Würth
Wirtscha international:
Twitter weiter hoch unprofitabel
San Francisco (Kalifornien) (APA/dpa) - Die Twitter-
Aktie ist nach einem enttäuschenden Nutzerwachs-
tum auf den tiefsten Stand seit dem Börsengang vor
einem halben Jahr gefallen. Twitter kam zuletzt auf
255 Millionen Nutzer im Monat. Das Internetunter-
nehmen war im November erfolgreich an die Börse
gegangen. Twitter konnte von Jänner bisMärz 14Mil-
lionen Nutzer hinzugewinnen. Das war zwar mehr als
von Oktober bis Dezember, als 9MillionenMenschen
neu zu demDienst stießen. Doch verglichenmit Riva-
len wie Facebook ist es wenig. Facebook hatte in den
vergangenen drei Monaten rund 50 Millionen Leute
neu angelockt und kam zuletzt auf 1,28 Milliarden
Nutzer imMonat.
Apple borgt sich 12 Milliarden Dollar
Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Apple hat sich
Geld für die versprochene Aufstockung von Ausschüt-
tungen an Aktionäre und einen Aktienrückkauf am
Kapitalmarkt geliehen. Der iPhone-Hersteller nahm
mit dem Verkauf von Anleihen 12 Mrd. Dollar (8,7
Mrd. Euro) ein. Apple braucht das Geld, um seine
Ausschüttungen zu finanzieren. Der Konzern hatte
seinen Anteilseignern in der vergangenenWoche eine
um 8 Prozent höhere Quartalsdividende zugesagt und
gleichzeitig den Rückkauf eigener Aktien von 60 auf
90 Mrd. Dollar aufgestockt. Die gesamten Ausschüt-
tungen erreichten damit 130 Mrd. Dollar, erklärte
Konzernchef Tim Cook. Die Aktie war nach dieser
Ankündigung krä ig gestiegen.
V.l.: Stef-
fen Märtsch
(Würth),
Lutz Wagner
(Würth), Nor-
bert Heckmann
(Würth), Mathi-
as Ertingshau-
sen (Ed. Züblin
AG), Markus
Würth (Würth),
Peter Eder
(STRABAG)
und Hanspe-
ter Trehkopf
(Würth).
Foto: Würth
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