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· Thema · 5
Nr. 16 · 20.4.2012
Niederösterreichische Wirtscha
mit 31 Prozent, wohingegen die
Haupturlaubsreisen (9,1 Millio-
nen) bei 35 Prozent ins Ausland
führen.
Der Chef auf Reisen
Wohin zieht es aber die Chefs?
Unsere Fragen zu diesem Thema
anReiseexperten (siehe unten) hat
interessante Vorlieben zutage ge-
bracht. Chefs sind hauptsächlich
Individualreisende und kombinie-
ren in ihrer Auszeit gerne Ruhe
mit kulturellen Highlights. Doch
es lauern auch „Gefahren“.
Denn mit Handy am Ohr und
iPad in der Handwird der schönste
Palmenstrand nicht der Entspan-
nung dienen. „Das Umschalten
zwischen Arbeit und Urlaubszeit
ist gerade für Menschen mit
hohem Stresslevel sehr schwie-
rig. Sie müssen das ,Abschalten‘
bewusst planen“, so Arbeitspsy-
chologe Wolfgang Kallus (siehe
dazu Interview links). Zudem
hätten sich die Möglichkeiten,
sich im Urlaub auch anderweitig
abzulenken, in den letzten Jahren
enorm erweitert.
Doch wer vom Surfen bis zum
Canyoning, von der exklusiven
Weintour bis zumHochseefischen
kein Angebot auslässt, läu wie-
derum Gefahr, sich Stress auszu-
setzen und auf das Wesentliche zu
vergessen: Urlaub ist Auszeit und
sollte der Entspannung dienen.
Im Urlaub will
auch der Chef
einmal die
Seele baumeln
lassen.
Chef-Urlaub
UnternehmerInnen finden meist
viele Gründe, nicht in den vedien-
ten und erwünschten Urlaub zu
fahren – etwa:
f
Mein Unternehmen ist noch
nicht soweit....
f
Ich muss erreichbar sein und
kann nicht 14 Tage wegfahren
f
Es kann sein, dass Kunde xy
doch etwas braucht.
f
Das kann ich mir jetzt (noch)
nicht leisten.
f
Ich werde mir, nach der stressi-
gen Zeit, sicher Urlaub gönnen.
f
Ich war ja erst vor – hmm ...
3 Jahren – in Urlaub.
f
Zu Weihnachten fahre ich
wieder zu Freunden Ski fahren.
f
Ich kann mich jetzt sowieso
nicht entspannen usw.
Die Antwort
Auch ein Selbständiger hat ein
Recht auf Urlaub. Dieses Recht
muss aber jeder Unternehmer bei
sich selbst einfordern.
Erleichterung für alle Unter-
nehmer: Es gibt einen klaren
Trend zu Kurzurlauben – und eine
wachsende Zahl entsprechender
Angebote. Angefangen bei Städ-
tereisen bis hin zum Wellness-
urlaub kann man innerhalb von
2 – 4 Tagen Entspannung und
Erholung genießen und neue Ein-
drücke sammeln.
Tipp
Buchen, Reiseversicherung nicht
vergessen und ein paar Tage
entspannen. Dann laufen alle
anstehenden Arbeiten gleich viel
besser.
Quelle:
Fotos: Fotolia
Golfen im östlichen Afrika
Walter Krahl,
Vertriebsleiter
Verkehrsbüro-Ruefa Reisen GmbH:
„2012 wird voraussichtlich ein
Spanien-Jahr. Damit setzt sich der
Trend des letzten Jahres fort. Grie-
chenland ist noch unter den Top 5
der beliebtestenUrlaubsländer, lei-
det aber noch an der Euro-Krise. Bei Fernreisen sind
die Malediven stark im Trend, Mauritius ist stets ein
Ziel für Urlauber, die sich auf hohemNiveau erholen
möchten. Safaris und Golfspielen im südlichen und
östlichen Afrika stehen ebenfalls bei zahlungskräf-
tigen Kunden hoch im Kurs.“
Bausteine für Individualisten
Kathrin Limpel
, TUI Konzern-
kommunikation Österreich: „Der
Reisetrend geht in Richtung Indi-
vidualität. Das trifft besonders auf
Unternehmer zu, weil diese noch
weniger Urlaub machen bzw. diese
Zeit noch bewusster planen. Sie
möchten keine 08/15-Angebote, sondern etwas, das
genau auf sie zugeschnitten ist. Das stellt die Pau-
schalreise vor neue Herausforderungen. TUI setzt
hier immer stärker auf Bausteinreisen, bei denen
Flüge, Hotels, Rundreisen zu einem individuellen
Paket zusammengeschnürt werden.“
Foto: Wilke
Zahlen zum Thema
16,9
Millionen Urlaubsreisen werden von den reisebe-
geisterten Österreichern pro Jahr unternommen.
24,2 Prozent setzen dabei auf Aktivurlaube
63 Prozent aller Urlaubsreisen werden mit dem PKW angetreten.