Page 21 - Folge_16

Basic HTML Version

· Branchen · 21
Nr. 16· 20.4.2012
Niederösterreichische Wirtscha
Energieeffizienzgesetz: Thomas Salzer vermisst Vernun
Der Wirtscha sminister hat ein
Energieeffizienzgesetz
vorge-
schlagen, das viel mit finanziellen
Mehrbelastungen und Bürokratie
und sehr wenig mit Energieeffi-
zienz zu tun hat. Spartenobmann
Thomas Salzer wehrt sich gegen
diese neuerliche Schwächung des
heimischen Standortes.
Grundsätzlich stellt sich die
NÖ Industrie keineswegs gegen
Vorschri en, in denen die Einspa-
rung von Energie näher behandelt
wird. Ist doch Energieeffizienz in
der heimischen Industrie schon
seit langem ein wichtiger Wett-
bewerbsfaktor. „Jede Form der
Energieverschwendungwirkt sich
in unserem Erfolg aus“, betont
Thomas Salzer.
Der neue Gesetzesentwurf sieht
für den Obmann jedoch keine kon-
kreten Einsparungsmaßnahmen
vor, sondern neue Verwaltungs-
apparate. So sind eine nationale
Monitoringstelle für Energieeffi-
zienzmaßnamen, ein neues Zer-
tifikatesystem und eine Abwick-
lungsstelle für die Verwaltung
von Fördermitteln vorgesehen.
Alle Unternehmen mit mehr als
49 Beschä igten sollen verpflich-
tend Energiemanagementsyste-
me sowie regelmäßige Energieau-
dits einführen, alle Unternehmen
mit mehr als zehn Beschä igten
regelmäßig Energieberatungen in
Anspruch nehmen. Letztlich soll
von der Kontrollstelle festgelegt
werden, welche Investitionen für
ein Unternehmen wirtscha lich
sind und daher durchzuführen
seien. „Die Beurteilung der Wirt-
scha lichkeit unserer Unterneh-
men wird damit vom Staat über-
nommen. Ein Ansatz, der noch nie
erfolgreich funktioniert hat“, übt
Thomas Salzer scharfe Kritik an
diesem Vorhaben. Darüber hinaus
sei in keiner Weise vorgesehen,
die umfassenden Vorleistungen
der Unternehmen anzuerken-
nen: „Damit werden schon jetzt
effiziente Unternehmen extrem
benachteiligt gegenüber Unter-
nehmen, die bisher nur wenige
effizienzsteigernde Maßnahmen
gesetzt haben.“
Der Energieeffizienzförderbei-
trag klingt nach einer Förderung,
ist jedoch eine Abgabe. Geplant
ist, von allen Endver-
brauchern für alle
Energieträger einen
Energieeffizienzför-
derbeitrag einzu-
heben. Angesichts
der ohnehin schwer
kalkulierbaren Ko-
stendynamik bei allen
Energieträgern wird dies
von der Industrie strikt abgelehnt.
Thomas Salzer, selbst in der
Papierindustrie tätig, ärgert sich
über „diese standortfeindliche
Vorgangsweise“ und er-
innert daran, „dass das
kürzlich in Kra getretene
NÖ Energieeffizienzgesetz
eine vorbildliche Maßnahme
im Sinne der Wirtscha und
Bevölkerung ist und durch das
geplante Bundesgesetz konterka-
riert wird“.
Foto: z. V. g.
Die vorherrschenden Rahmenbedingungen fordern Unternehmer, bieten aber auch Chancen.
Wir geben Ihnen die Mittel, diese Chancen zu
nutzen. Mit aktuellen Förderungen und unseren Finanzierungsmöglichkeiten stellen Sie heute die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft Ihres
Unternehmens. Mehr über unsere Lösungen für Investitionen, zur Liquiditäts- und Risikoabsicherung erfahren Sie bei Ihrem Kommerzkunden-
betreuer in jeder Erste Bank und Sparkasse. Relevante Wirtschaftsnachrichten für Ihr Unternehmen gibt es auf
newsroom.sparkasse.at
Stellt Ihre Bank das Geld zur Verfügung,
das Sie für Ihr Unternehmen brauchen?
Obmann Thomas
Salzer: „Ich wehre mich
gegen die neuerliche
Schwächung des heimi-
schen Standortes!“