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12 · Service ·
Nr. 16 · 20.4.2012
Niederösterreichische Wirtscha
N I E D E R Ö S T E R R E I C H
Mit dem
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Hilfe, in meinem Angebot ist ein Rechenfehler!
Die Angebotsfrist läu
bald ab – da kann ein Re-
chenfehler schon mal pas-
sieren. Wie der Au rag-
geber mit einem Rechen-
fehler in Ihrem Angebot
umgehen wird, hängt von
der Ausschreibung ab.
Das Gesetz selbst definiert den Re-
chenfehler nicht. Fest steht aber,
dass darunter alle Mängel fallen,
die den Gesamtpreis beeinflussen.
Blättert man im Bundesvergabe-
recht nach, findet sich folgende
Regel zum Umgang mit Rechen-
fehlern: Macht der Rechenfehler
weniger als 2% der richtig berech-
neten Summe (ohne USt) aus, darf
der Fehler vom Au raggeber kor-
rigiert werden. Wird das Angebot
dadurch billiger als ein anderes,
darf es aber nicht vorgereiht wer-
den! Liegt der Rechenfehler über
der 2%-Grenze, muss das Angebot
ausgeschieden werden.
Gut zu wissen:
Falsche Seitenüberträge bei
Zwischensummen, mit denen aber
nicht weitergereichnet wurde, fal-
len nicht unter diese Bestimmung
und sind unschädlich.
Der Au raggeber kann jeder-
zeit von den Standardvorgaben
im Gesetz abweichen. Deshalb
sollte man bei Fragen zu Rechen-
fehlern immer zu allererst in der
Ausschreibungsunterlage nach-
schlagen.
In der Ausschreibung
finde ich keine Bestim-
mung über den Umgang
mit Rechenfehlern. Gilt
nun die gesetzliche Re-
gelung?
In diesem Fall gilt die gesetzli-
che Regelung nicht. Der Au rag-
geber darf Ihr Angebot nicht aus-
scheiden, aber auch nicht vor ein
anderes Angebot reihen, das sich
nach Berichtigung Ihres Fehlers
als teurer erweist.
Darf der Au raggeber
auch eine Vorreihung
des korrigierten Angebo-
tes zulassen?
Ja, das ist möglich. Der Au rag-
geber muss dazu eine Regelung in
der Angebotsunterlage vorsehen.
Darf der Au raggeber
auch bestimmen, dass
keine Rechenfehler zu-
gelassen sind?
Sofern in der Ausschreibungs-
unterlage festgeschrieben, kann
der Au raggeber auch bestim-
men, dass mit Rechenfehlern
beha ete Angebote – unabhängig
von einem Prozentwert – ausge-
schieden werden.
Bei der Angebotsöffnung
wurde ein anderer Preis
als billigster Preis ver-
lesen, als zugeschlagen
wird.
Hier liegt der Verdacht nahe,
dass sich in einemAngebot einRe-
chenfehler versteckt hat, der vom
Au raggeber korrigiert wurde. So
kann es dazu kommen, dass (bei
Anwendung des Vorreihungsver-
bots) das billigste Angebot einen
oder mehrere Plätze „nach hinten“
gereiht werden muss.
f
Mehr Infos bei den Vergabe-
rechtsexperten der WKNÖ:
Tel. 02742/851 DW 16210,
wirtscha
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Serie, Teil 12