Salzburger Wirtschaft vom 03.April 2020 / Folge_7

14 · Unternehmen · Nr. 7 · 3. 4. 2020 Salzburger Wirtschaft Die Konferenz der Zukunft ist virtuell Kongresse, Tagungen und Events sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Doch sie müssen nicht immer mit langen Anfahrts- wegen und hohen Kosten für Teilnehmer und Ver- anstalter verbunden sein. Auch in Zeiten von Ausgangs- beschränkungen und Social Dis- tancing müssen sich Unterneh- men präsentieren. Sei es, um ein Produkt vorzustellen oder um ein Händlermeeting abzuhalten. Die Lösung bisher: eine klassische Konferenz. Alle Teilnehmer an einem Ort, Händeschütteln und ein volles Veranstaltungscenter. Doch das ist nicht unbedingt notwendig, wenn es nach der VTG Veranstaltungstechnik GmbH geht. „Wir sind davon überzeugt, dass das Modell der Zukunft die digitale und die analoge Welt ver- bindet“, erklärt Bernhard Geib, Geschäftsführer der VTG. „Die vir- tuelle Konferenz nimmt die Vor- teile des Digitalen und fügt den Wow-Faktor einer klassischen Ver- anstaltung hinzu“, ergänzt Marke- tingexperte Gerhard Pfeiffenber- ger. Während die Teilnehmer einer herkömmlichen Konferenz alle am selben Ort sind, können die Teil- nehmer einer virtuellen Konferenz auf dem ganzen Erdball verstreut sein. Sie nehmen mit ihrem PC, Laptop oder Mobile Device an der Konferenz teil. Die Vortragenden befinden sich, wie in einer realen Konferenz, auf der Bühne am Red- nerpult in einem professionell ein- gerichteten Studio. Genau deshalb richtet das Unternehmen so ein Studio in Großgmain bei Salzburg ein, das den vorgegebenen Standards der Corona-Krise entspricht. Das präsentierende Unternehmen genießt die Vorteile, die eine Präsentation in einem Veranstal- tungscenter bietet, wie professio- nelle Ausleuchtung und Bühnen- bild. Zudem bietet die virtuelle Konferenz für Teilnehmer eine angenehme Abwechslung. Sie müssen nicht an einen Tagungsort anreisen. Die Veran- staltungszeiten können flexibler geplant werden. Das Besondere an dem innovativen Modell ist, dass die Interaktion zwischen Publikum und Präsentierenden trotzdem möglich ist. Die Vor- tragenden haben die Möglichkeit eines Monitorings der einzelnen Teilnehmer und können Fragen des „virtuellen Publikums“ beant- worten, die über die Regie aufbe- reitet werden. Durch die digitale Verarbeitung bietet sich eine Vielzahl an tech- nischen Möglichkeiten: f Das Einspeisen von mehreren Tonspuren für die entspre- chenden Teilnehmer, sodass jeder die richtige Übersetzung bekommt. f Die Aufzeichnung der Kon- ferenz auf mehreren Ebenen (Videobild, Datenbild, Ton- spuren) und damit die Mög- lichkeit, Teile der Konferenz wiederzuverwenden. f Das Einfügen „virtueller“ Per- sonen oder Gegenstände im Bereich der Bühne und vieles mehr. InformationenzurdigitalenKon- ferenz: Bernhard Geib, Geschäfts- führer VTG GmbH, E-Mail: geib@veranstaltungstechnik.com Die Ver- anstaltungs- profis der VTG haben ein virtuelles Konferenz- system ent- wickelt. Visualisierung: VTG Foto: Karmalaya Hilfsprojekte gehen weiter Das Salzburger Reiseunterneh- men Karmalaya möchte auch in Zeiten des Coronavirus Projekte in Nepal und Uganda unterstüt- zen. Das mehrfach ausgezeich- nete Social Enterprise hat deshalb die „Karma Bag“ auf den Markt gebracht. Sie enthält zwei handge- fertigteAccessoires aus den beiden Ländern und kann für die Dauer von einem Monat bis zu einem Jahr abonniert werden. Die Ketten, Schlafsäcke, Pashmina-Schals und Upcycling-Taschen wurden unter fairen Bedingungen hergestellt, der Erlös trägt dazu bei, Frauen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. www.karmalaya.com Transgourmet: Verantwortung in der Krise Gastrolieferant Transgourmet überlässt regelmäßig und kos- tenlos dem „Verein Initiative Ethisch Wirtschaften“ (VIEW) erstklassige Lebensmittel mit herannahendem Mindesthaltbar- keitsdatum (MHD). Darauf macht VIEW nun aufmerksam. Derzeit bescheren geschlos- sene Restaurants und Hotels allen Großhändlern einen gewaltigen Umsatzrückgang. Deren Lager sind übervoll und „tausende Kilo sind ohne Chance auf baldigen Verkauf und viel zu schade zum Entsorgen“, meint Transgourmet- Marktleiter Harald Stummer. Er zeigt auch jetzt Verantwortung für Ressourcen-Effizienz und Kli- maschutz und legt nicht nur in Corona-Zeiten viel Wert auf den respektvollen Umgang mit kost- baren Lebensmitteln. Transgourmet überlässt daher dem Gratislogistiker VIEW, der speziell auf Übernahme von großen Lebensmittel-Mengen ausgerichtet ist, die unverkäuf- lichen Waren. Zahlreiche Lie- fertouren sind nötig, um die gesamte Menge bei gemeinnüt- zigen Einrichtungen abzuliefern. Auch in Corona-Zeiten, wo viele Hilfsorganisationen für Letztver- braucher, die zum Kundenkreis von VIEW gehören, geschlossen haben, läuft bei VIEW der Betrieb weiter. Seit seiner Gründung hat der Verein mehr als 500.000 kg an Lebensmitteln vor der Entsor- gung bewahrt. Transgourmet ist Partner von VIEW und zeigt Ver- antwortung für Ressourcen und Klimaschutz (Bild April 2019). Im Bild (von rechts): Harald Stummer, Marktleiter Transgourmet, und die VIEW-Mitarbeiter Horst Badzong und Christine Nekuda. Foto: VIEW

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