Salzburger Wirtschaft vom 07.Februar 2020 / Folge_3

38 · Nr. 3 · 7. 2. 2020 Salzburger Wirtschaft Bildung FH Salzburg: Schon über 10.000 Absolventen für die Wirtschaft Die Fachhochschule Salzburg GmbH darf auf ein erfolgreich abgeschlossenes Geschäftsjahr zurück- blicken. Ein zusätzlicher vierter Standort, erstmals über 10.000 Absolventen und ein wachsendes Forschungsvolumen mit über 100 Projekten zeigen den hohen Wert der FH Salzburg für den Wirtschaftsstandort. FH-Rektor Gerhard Blechinger und die Geschäftsführung Rai- mund Ribitsch und Doris Walter zogen kürzlich in einem Presse- gespräch Bilanz über das stetige Wachstum der FH Salzburg: In allen wesentlichen Parametern konnte die FH Salzburg zulegen. Mit 10.283 Absolventen (Vor- jahr: 9.448), 2.769 Studenten (2.712), 380 Mitarbeitern (365) und 893 externen Lehrkräften wuchs die FH auch im Studien- jahr 2018/2019 personell. Die Betriebsleistung konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 32,7 Mill. € (nach 31,8 Mill. € im Vorjahr) gesteigert werden. Das Investitionsvolumen betrug 1,5 Mill. € (nach 1,4 Mill. €). 2019 vierter Standort in Schwarzach Derzeit absolvieren mehr als 3.000 Studenten ihre Aus- bildung an einem der vier FH- Salzburg-Standorte (Campus Urstein, Campus Kuchl, Campus SALK, Campus Schwarzach), wobei der Campus Schwarzach mit dem Bachelor-Studiengang „Gesundheits- & Krankenpflege“ 2019 dazukam. Für Doris Wal- ter, Geschäftsführerin der FH Salzburg, ist der neue Campus am Kardinal Schwarzenberg Kli- nikum „ein bildungspolitischer Meilenstein für die gesamte Region“. Denn der Bedarf an Pflegeexperten werde in Zukunft massiv steigen. Neue Studienangebote am Puls der Zeit Zufrieden mit der akademi- schen Entwicklung zeigte sich ebenso FH-Rektor Gerhard Ble- chinger: 2019 startete der neue Master-Studiengang „Human- Computer Interaction“ – gemein- sam mit der Uni Salzburg. Dazu kamen neue Angebote im Weiter- bildungsangebot, abseits der klas- sischen Studiengänge. Hier sind insbesondere das interdiszipli- näre Modul „Circular Economy“ oder der gemeinsam mit dem IfM – Institut für Management neu designte Zertifikatslehr- gang „Digitale Kommunikation und Führung“ zu nennen. In der Pipeline ist ein Master in „Busi- ness Informatics“, aufbauend auf dem vor zwei Jahren erfolgreich gestarteten Bachelor-Studien- gang „Wirtschaftsinformatik“. Mit einer Erfolgsquote – also dem erfolgreichen Abschluss des begonnenen Studiums – von aktuell 78% liegt die FH Salzburg deutlich über dem Mitbewerb (knapp zwei Drittel bei öffentli- chen Hochschulen in Österreich). Forschungsvolumen stark gestiegen Roald Steiner, FH-Vizerektor für Forschung, berichtete von einer strategischen Neuausrich- tung der Forschungsbemühun- gen. Die Forschung an der FH Salzburg werde sich künftig in drei Themenfeldern profilieren: „Industrial Informatics & Digita- lization“, „Sustainable Technolo- gies & Circular Economies“ und „Human Centered Technologies“. Exzellente Forschung findet hier beispielsweise im Zentrum für Sichere Energieinformatik oder im Rahmen der Beteiligung der FH Salzburg am jüngst gegründe- ten Ludwig-Boltzmann-Institut (LBI) „Digital Health“ statt. Im Bereich Wissenstransfer in Unternehmen und Gesellschaft haben das „Digitale Transfer- zentrum“, das „Zentrum Zukunft Gesundheit“, die Tourismusfor- schung sowie die beiden am Cam- pus Kuchl angesiedelten Zentren „Smart Materials“ und „Alpi- nes Bauen“ Strahlkraft über die Grenzen Salzburgs hinaus entwi- ckelt. Mittlerweile werden über 100 Forschungsprojekte abge- wickelt. Stakeholder aus Wirt- schaft und Gesellschaft fragen die Forschungsergebnisse aus der FH Salzburg verstärkt nach. So konnte allein in den vergangenen drei Jahren das Volumen der For- schungsprojekte von 2,8 auf 4,1 Mill. € angehoben werden. FH-Sektor braucht mehr Förderung FH-Geschäftsführer Raimund Ribitsch bekräftigte abschließend: „Wir stehen wirtschaftlich solide da!“ Dennoch warnte Ribitsch, zugleich auch Präsident der Österreichischen Fachhochschul- konferenz (FHK): „Viele Fachhoch- schulen steuern auf ein struktu- relles Defizit zu, wenn nicht spä- testens 2021 die Fördersätze je Studienplatz angehoben werden. Diese sind nach wie vor auf dem Niveau von 2006. Die Anhebung der Fördersätze ist Voraussetzung, um ein weiteres Funktionieren des Sektors zu garantieren.“ Die Fachhochschulen benötigen laut Ribtisch daher eine umgehende Erhöhung der Studienplatzfinan- zierung um mindestens 10%!“ Beste Studien- und Arbeitsbedingungen bietet die FH Salzburg. Erst vor wenigen Tagen wurde die FH Salzburg mit dem staatlichen Güte- zeichen „Audit hochschuleundfamilie“ für ihr Engagement im Zeichen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgezeichnet. Foto: wildbild

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