Salzburger Wirtschaft vom 07.Februar 2020 / Folge_3

10 · Nr. 3 · 7. 2. 2020 Salzburger Wirtschaft Österreich Kopf: „Entlastungspfad muss konsequent beschritten werden“ WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf begrüßt den ersten Schritt der steuerlichen Entlastung der Betriebe durch die neue Bundesregierung. Im Rahmen der letztwöchigen Regierungsklausur wurde ange- kündigt, dass die Senkung des Einkommensteuertarifs in einem ersten Schritt von 25% auf 20% bereits ab nächstem Jahr wirk- sam wird. Auch die zweite und dritte Stufe wurden für 2022 ebenso konkret festgemacht wie die Erhöhung des Familienbonus und die Begünstigung für Mit- arbeiter-Erfolgsbeteiligungen. Ein-Personen-Unternehmen (EPU) sowie Klein- und Mit- telbetriebe (KMU) werden ab 2022 durch die Anhebung des Grundfreibetrags von 30.000 auf 100.000 € und die weitere Erhöhung der Grenze für die Sofortabschreibung von gering- wertigen Wirtschaftsgütern (GWG) von derzeit 800 € auf 1.000 € entlastet. Auch alle wei- teren Vorhaben des Regierungs- programms (Absetzbarkeit des Arbeitszimmers, Abschaffung der Schaumweinsteuer, Verbes- serung der Gebäudeabschrei- bung und die Einführung einer Spekulationsfrist für Kursge- winne, KÖSt-Entlastung) wurden im aktuellen Ministerratsvortrag nochmals bekräftigt. WKÖ-Generalsekretär Karl- heinz Kopf: „Der nun konkret festgelegte Entlastungspfad muss jetzt konsequent beschrit- ten werden. Die geplanten Maß- nahmen der Bundesregierung sind effektive Schritte zur Stär- kung des Wirtschaftsstandortes. Einerseits bleibt Arbeitnehme- rinnen und Arbeitnehmern mehr Netto vom Brutto – das trägt zur Stabilisierung des privaten Konsums und der Kaufkraft bei. Andererseits profitieren gerade unsere kleineren und mittleren Mitgliedsbetriebe, die das Rück- grat der heimischen Wirtschaft ausmachen, von den beschlosse- nen Entlastungen.“ Zudem sei es erfreulich, dass die Interessenvertretungen zum Dialog im Rahmen der ange- kündigten Task Force eingela- den werden. Kopf: „Hier steht die Wirtschaftskammer mit ihrer Expertise gern als aktiver Gesprächspartner zur Verfü- gung.“ Brexit: Bis Ende 2020 gelten weiterhin die Regeln der EU Mit dem EU-Austritt des Ver- einigten Königreichs am 31. Jänner um Mitternacht tritt eine Übergangsphase in Kraft, die bis Ende Dezember 2020 dauert. So lange bleibt in den Wirtschafts- beziehungen de facto alles beim Alten: Großbritannien ist noch bis Jahresende Teil des EU-Bin- nenmarkts und Teil der Zoll- union. Das bedeutet im Klartext: Unternehmen aus der EU und somit auch aus Österreich kön- nen wie bisher reibungslos im Rahmen der Warenverkehrsfrei- heit nach UK liefern, sie müssen weiterhin keine Zollformalitäten erledigen oder Einfuhrumsatz- steuer zahlen. Auch Dienstleis- tungs- und Personenfreizügigkeit bleiben aufrecht. Die Briten müs- sen während der Übergangsphase zudem weiterhin alle bestehen- den – und neu beschlossenen – EU-Regeln anwenden, dürfen nur nicht mehr über neues EU-Recht mitentscheiden. Die Übergangs- zeit, während der ein EU-Abkom- men mit dem Vereinigten König- reich ausgehandelt werden soll, kann bis Ende 2022 verlängert werden. Die WKÖ bietet mit dem Brexit-Infopoint Service und Beratung. Team Austria stellt sich vor Das heimische Nationalteam für die kommenden Berufseuropa- meisterschaften hat sich beim ersten Teamseminar in Linz der Öffentlichkeit vorgestellt. Emp- fangen wurden die Fachkräfte von WKOÖ-Präsidentin Hummer, WKSTMK-Präsident Herk und WKÖ-Generalsekretär-Stv. Küh- nel. Die 52 österreichischen Teil- nehmerinnen und Teilnehmer wer- den von 16. bis 20. September bei EuroSkills 2020 im Grazer Messe Congress in 44 Berufen antreten. Foto: WKÖ/SkillsAustria EuroSkills 2020 WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf. Foto: WKÖ/Knopp

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