Salzburger Wirtschaft vom 6. September 2019 / Folge 17

14 · Unternehmen · Nr. 17 · 6. 9. 2019 Salzburger Wirtschaft Hightech-Betrieb wirbt um Lehrlinge Mit einer eigenen Lehr- werkstätte versucht die Pichler & Strobl GmbH, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Suche nach qualifiziertem Personal ist nicht nur für Groß- konzerne eine Herausforde- rung. Auch für mittelständische Betriebe wie die Pichler & Strobl GmbH in Anthering wird der Facharbeitermangel zu einem immer größeren Problem. „Wir würden sofort fünf Dreher und Fräser einstellen, wenn wir sie bekommen würden. Der Markt gibt aber keine Fachkräfte her“, erklärt Prokurist Markus Schrö- ger MBA. Der Beruf des Zerspa- nungstechnikers sei abwechs- lungsreich und anspruchsvoll. „Er bietet große Chancen für die Zukunft. So kann man nach Abschluss der Ausbildung zum Beispiel in den Bereich Mess- technik wechseln.“ Das Unternehmen bildet selbst Lehrlinge aus. „Wir lassen uns das deutlich mehr als 100.000 € pro Jahr kosten“, erzählt Lehr- lingsausbilder Johannes Essler. Ein wichtiger Teil des Ausbil- dungskonzepts ist die im August 2018 eröffnete Lehrwerkstätte. Dort lernen die angehenden Zerspanungstechniker unter anderem Drehen, Fräsen und CNC-Programmieren. „Wir bilden die Jugendlichen zu Fachkräften und in weiterer Folge zu Spezia- listen aus“, erklärt Schröger. Ziel sei es, alle Lehrabsolventen zu übernehmen. Derzeit beschäftigt Pichler & Strobl zwölf Lehrlinge, mittel- fristig sollen es 25 bis 30 werden. Aktuell sind zwei Lehrstellen offen. „Die Suche ist schwie- rig, weil noch immer zu viele Jugendliche eine höhere Schule besuchen.“ Um Interessenten zu überzeugen, setzt das Unterneh- men auf finanzielle Anreize und andere Zuckerl. „Die Entlohnung liegt um 10% über dem Kollektiv- vertrag. Weitere 10% können sich die Lehrlinge verdienen, wenn sie in der Berufsschule einen Noten- durchschnitt von zumindest 2,0 haben. Wer die Lehrabschluss- prüfung mit Auszeichnung besteht, dem bezahlen wir den Pkw-Führerschein. Dazu kommen diverse Seminare, Workshops und Kurse“, zählt Schröger auf. Eine wöchentliche Sporteinheit sei ebenfalls geplant. Pichler & Strobl stellt mit modernsten Dreh- und Fräsma- schinen komplexe Bauteile und -gruppen her. „Wir bieten attrak- tive Arbeitsplätze und bedienen spannende Märkte wie die Halb- leiterindustrie, die Formel 1 oder die Luft- und Raumfahrtindus- trie. Unsere Facharbeiter und Spezialisten verdienen mehr als so mancher Akademiker“, hebt Schröger hervor. www.pichler-strobl.at Johannes Essler (2. v. l.) bildet die angehenden Fachkräfteinder Lehrwerkstätte von Pichler & Strobl aus. Foto: WKS/wildbild 20 Jahre Ingenieurbüro Tischler Gewerbliche Unternehmen müs- sen heute eine Vielzahl an wie- derkehrenden technischen Über- prüfungen durchführen. Das Ingenieurbüro Tischler bietet dazu technische Expertise und Hilfestellung in den Bereichen Sicherheitsfachkraft, Konsu- lent für Brandschutz, technische Überprüfung von Arbeitsmitteln, Anlagenprüfungen nach Para- graph 82b Gewerbeordnung, Konsulent für Abfallwirtschaft sowie als gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständi- ger für technisches Unfallwesen und Spielplatzanlagen. Ing. Ernst Tischler führt das Unternehmen aus der Stadt Salz- burg seit 1999 und betreute bis heute erfolgreich über 1.000 Klein- und Großbetriebe als Kunden. www.tb-tischler.at Andreas Scherm, Geschäftsführer der Fachgruppe Ingenieurbüros (rechts), überreichte Ernst Tischler die Anerkennungsurkunde der WK Salzburg. Foto: Neumayr Snow Space Salzburg rüstet groß auf Das Pongauer Skigebiet Snow Space Salzburg baut bis zur Wintersaison 2020/21 zwei neue Seilbahnen. Neben einer Verbin- dung vom Grießenkareck zur Ski- schaukel Flachauwinkl-Kleinarl wird auch die Gondelbahn Flying Mozart in Wagrain erneuert. Die Bergbahnen Flachau, Wagrain und St. Johann investieren insge- samt rund 50 Mill. € in die beiden Projekte. Mit der Erweiterung wird die Zahl der Pistenkilometer von der- zeit 120 auf 205 steigen. Snow Space Salzburg zählt damit zu den sechs größten Premium-Skigebie- ten in Österreich. „Die Erlebnis- qualität für die Kunden wird noch- mals steigen. Das Pistenangebot ist eines der wichtigsten Entschei- dungskriterien für die Nächti- gungsgäste, die mehr als 75% der Wintersportler in unserem Skige- biet ausmachen“, sagt Vorstands- vorsitzender Wolfgang Hettegger. Das neue Angebot eröffne auch neue Chancen für die Sommer­ saison. „Viele Betriebe bekom- men nun die Möglichkeit, sich zum Ganzjahresbetrieb mit Ganz- jahresjobs zu entwickeln“, betont Hettegger. So wird die neue unterirdische Mittelstation des Zubringers Flying Mozart aussehen. Foto: Snow Space Salzburg

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