NÖ Wirtschaft vom 25.September 2020 / Folge_38_39

30 · Niederösterreich · Nr. 38/39 · 25.9.2020 Niederösterreichische Wirtscha Export: Kotányi erobert die usbekische Küche Mit über 30 Millionen Einwoh- nernundeiner krä igwachsenden österreichischen Exportquote ist Usbekistan einer der interessan- testen Märkte Zentralasiens. Zu den Spezialitäten der usbekischen Küche zählen zum Beispiel Pilav, ein Reisgericht, oder Laghman, eine de ige Suppe mit Nudeln. Diese produziert Kotányi seit vielen Jahren schon im nieder- österreichischen Wolkersdorf für den russischen Markt, da die usbekische Küche auch dort sehr beliebt ist. „Zahlreiche Kunden in der Hauptstadt Taschkent fin- den, dass Kotányis Rezepte wie bei Großmutter schmecken. Ein besseres Lob kann man sich nicht vorstellen“, ist Geschä sführer Erwin Kotányi begeistert. Herausforderung bewältigt Die größte Herausforderung, so Erwin Kotányi, war es, die lokalen Handelspartner davon zu überzeugen, Kotányi ausrei- chend Platz in den Regalen der Supermärkte zu geben. Die hoch- wertigen Verpackungen und die Qualität der Kräuter und Gewürze konnte letztlich auch die Konsu- menten und die Handelspartner in Usbekistan überzeugen. Gut beraten von go-international Mit der Internationalisierungs- offensive go-international, einer gemeinsamen Initiative des Bun- desministeriums für Digitalisie- rung undWirtscha sstandort und der Wirtscha skammer Öster- reich, konnte Kotányi eine lokale Agentur akquirieren und rasch neue Händler gewinnen. Auch die gehobene Gastronomie war schnell dabei, „denn die kreativen Köche des Landes wollen mit den besten Zutaten arbeiten“, lacht Erwin Kotányi. Nach einem Tipp für andere Nahrungsmittelproduzenten ge- fragt, rät der erfolgreiche Unter- nehmer: „Egal, ob Einzelunterneh- mer, KMU oder Manager in einem Großunternehmen – kennen Sie den Geschmack Ihrer Zielgruppe, bevor Sie in einen neuen Markt eintreten.“ Mehr Infos gewünscht? Informieren Sie sich über die go-international-Exportförderun- gen bei Yolande Petzl, go-in- ternational-Expertin der WKNÖ, unter T 02742/851-16411 oder E go-international@wknoe.at www.kotanyi.com www.go-international.at Kotányi exportiert erfolgreich nach Usbekistan. Fotos: WKO, Kotányi S ERIE , T EIL 7 (UIROJUHLFK PLW GHU 706 Privatschule der WKNÖ Foto: Adobe Stock Vom Flairtender zum Unternehmer Wie ging es für Sie nach der TMS beruflich weiter? Schon imMaturajahr richtete sich mein Blick auf die Zeit nach der Schule, gemeinsam mit meinem Vater haben wir dann auf ei- ner Franchise-Plattform Cocktail Booster aus Dortmund gefunden, die eine Cocktailmaschine, für die Vermietung anbieten. Dort sind wir dann verkosten gewesen und haben gemeinsam beschlossen, die Firma „Drink Cocktails“ zu gründen. Was macht Ihre Firma „Drink Cocktails“? Mein Unternehmen bietet durch unsere mobile Cocktailbar eine Komplettlösung für jedes Fest, egal, ob kleine Privatfeier oder Großfestivals wie das Frequency 2019. Wir liefern von der Maschi- ne mit den Zutaten über Garnitur, Gläser und Eis alles, was man für eine vollwertige Bar benötigt. Wie sehen Sie die Zukun ? In die Zukun blicke ich trotz der gegenwärtigen Situation positiv. Die ersten zwei Jahre unseres Bestehens sind sehr positiv ver- laufen. Die nächsten Schritte wer- den sein, den bestehenden Markt zu festigen und neue Wege und Märkte zu erobern. Welche Erinnerungen haben Sie an die Schule? An die Schulzeit erinnere ichmich gerne und vermisse sie auch an anstrengenden Arbeitstagen. Be- sonders in Erinnerung sind meine Au ritte im Showbarkeeping mit meinem damaligen „FlairBro“ Julian Mayerhofer. G‘schichtln gäbe es genug zu erzählen, denn am Spaß hat es nicht gefehlt. Was hat Ihnen die Schule Hilfreiches mitgegeben? Neben dem Umgang mit Men- schen wurde vor allem meine Persönlichkeit an unserer Schule weiterentwickelt. Wenn man Pro- bleme, Anregungen oder Verbes- serungsvorschläge hatte, konnte man immer zu einem Lehrer gehen und diese vermitteln be- ziehungsweise besprechen. Das hat mir vor allem im Umgang mit Respektspersonen geholfen, in der Schule wie auch im Beruf. Was würden Sie Schulinteressenten raten? Ich kann mit bestem Gewissen allen Interessenten raten, einen Probetag an der TMS zu genie- ßen, denn eine so persönliche, einladende Umgebung gepaart mit einer Top-Ausbildung findet man selten. TMS-Absolvent Florian Winter Foto: Florian Winter Der Wolkersdorfer Ge- würz-Spezialist Kotányi hat mit Unterstützung der Förder-Initiative go-inter- national am usbekischen Markt Fuß gefasst. Florian Winter hat im Jahr 2017 an der TMS matu- riert und sich kurz darauf mit seinem Unternehmen „Drink Cocktails“ selbst- ständig gemacht. Die NÖWI hat ihn zum Interview getroffen.

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