NÖ Wirtschaft vom 05. August 2016 / Folge 30/31 - page 18

18 · Service ·
Nr. 30/31 · 5.8.2016
Niederösterreichische Wirtscha
Martin Glatz
Christina-Maria
Dietmar Schwank
Peking
Schösser, Shanghai
Hongkong
„Das Außenhandelsvolumen zwischen Österreich
und China hat 2015 die Grenze von 11 Milliarden
Euro überschritten. China ist so mit Abstand Ös-
terreichs wichtigster Wirtscha spartner in Asien
und unter den Top 5 weltweit. Zum ersten Mal
seit 2003 sind aber die österreichischen Exporte
nach China zurückgegangen. Diese Entwicklung
spiegelt einen tiefer gehenden Strukturwandel in
der chinesischen Wirtscha wider. Daraus ergeben
sich Herausforderungen für niederösterreichische
Unternehmen, aber auch Chancen.”
BIP-Prognose 2016:
+6,5 Prozent
Q
China
„Österreichs Exporte nach Japan
steigen 2015 auf den Rekordwert
von 1,35 Milliarden Euro, getrie-
ben vor allem durch Steigerungen
bei Kfz und Spezialmaschinen. Vor
dem Hintergrund der Negativzins-
strategie der Notenbank sowie
der Vorbereitungen für die Olym-
pischen Sommerspiele 2020 in
Tokio fließen riesige Summen in die Bauindustrie.
Das treibt die Konjunktur. Die großen japanischen
Multis nutzen den starken Yen für Übernahmen und
Expansionen im Ausland. Im Visier stehen Start-
ups und innovative Unternehmen/Technologien.“
BIP-Prognose 2016:
+1,2 Prozent
Q
Japan
„Südkorea ist schon lange nicht
mehr nur das Land von Samsung,
LG, Hyundai und Co. Immer mehr
Klein- und Mittelbetriebe treten aus
dem Schatten der Großen mit inno-
vativer Technologie und Marketing-
strategien. Innerhalb kürzester Zeit
ist so Südkorea zu einem Technolo-
giehotspot geworden. Unterstützt
wird dies durch eine kreative Politik der Regie-
rung. Das eröffnet gerade für Technologiefirmen
ungeahnte Möglichkeiten, sei es bei innovativer
Bautechnologie, Technologien und So ware für
Smartphone/Smart TV oder bei Biotechnologie/Me-
dizintechnik, Life Science oder Robotik.“
BIP-Prognose 2016:
+2,7 Prozent
Q
Südkorea
„2015 haben österreichische
Firmen um 23,4 Prozent
mehr Waren nach Taiwan
geliefert als im Jahr zuvor –
‚Hidden Champions‘ haben
überproportional von diesem
Wachstum profitiert.
Ob Spezialmaschinen,
Elektronikkomponenten,
Ausrüstung für Stahlwer-
ke, Feuerwehrautos, Recycling-Maschinen,
Schweißtechnik, Spritzgussmaschinen, Spezi-
alseile, Fahrräder, Brillen, Design-Möbel oder
Lebensmittel: Österreich ist auf diesem Markt
sehr erfolgreich!“
BIP-Prognose 2016:
+1,5 Prozent
Q
Taiwan
„Singapur ist das Tor
zum 600 Millionen
Markt ASEAN. Singa-
pur ist klein und ‚tickt‘
europäisch. Damit bie-
tet sich Singapur ös-
terreichischen Firmen
als Tor nach Asien
geradezu an. Alleine
im unmittelbaren Umfeld gibt es eine
Auswahl unterschiedlichster Märkte
mit über 600 Millionen Menschen
(ASEAN) und einem unvergleichbaren
Wirtscha swachstum. Wer es hier
nicht versucht, vergibt eine Chance.“
BIP-Prognose 2016:
+1,8 Prozent
Q
Singapur
Arnold Ackerer
Tokio
Franz Schröder
Seoul
Christian
Fuchssteiner
Taipei
Volker Ammann
Singapur
Gerade für heimische Unternehmen gibt es viele
Gründe, die Region Südasien und Fernost genau
ins Visier zu nehmen: Im Jahr 2015 exportierten
österreichische Betriebe Waren imWert von 9,9
Mrd. Euro in diese Region – das entspricht 7,6
Prozent unserer gesamten Exporte. Südasien
und Fernost bietet heimischen Exportbetrieben
aufgrund des hohen Wirtscha swachstums
enormes Exportpotenzial und optimale Ge-
schä s- und Expansionschancen.
Durch die Internationalisierungsoffensive
„go international“ des Wirtscha sministeriums
und der Wirtscha skammer Österreich wird
heimischen Firmen die Teilnahme auf Gruppen-
© Fotolia/SeanPavonePhoto
Große Chancen
in Übersee
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