"Die neue Chemikalienpolitik in der EU"

28.1.2003


  wko.at/up

Unter Mitwirkung vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vertreten durch Herrn Dr. Thomas Jakl, Firma BASF AG vertreten durch Herrn Dr. Thorsten Iske, Firma Bayer vertreten durch Herrn Dr. Rainer Koch sowie Herrn Dr. Fink vom Verband der Chemischen Industrie Deutschland und Herrn Dr. Erwin Tomschik vom Fachverband der chemischen Industrie Österreichs veranstaltete die Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Umwelt-, Energie- und Infrastrukturpolitik die aktuelle Tagung zur Situation der EU-Chemikalienpolitik, an der rund 100 Personen von Wirtschaft und Behörden teilnahmen.

Schwerpunkte waren:

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© Letzte Aktualisierung: 04.02.2003

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zukünftige Chemikalienpolitik - Sicht der österreichischen Chemiewirtschaft

Gleichwertige Orientierung an selbstgestellten strategischen Zielen fehlt!

Die neue Chemikalienpolitik wird eine Negativspirale am Wirtschaftsstandort EU auslösen, falls es nicht gelingt, die nachhaltige Verbesserung im sicheren Umgang mit Chemikalien im Wege einer pragmatischen Umsetzung zu erreichen. Die veröffentlichten Studien über die wirtschaftlichen Konsequenzen bzw. die intensiven Diskussionen über die legistische Umsetzung geben zu diesen Schlussfolgerungen Anlass. Auf dem Spiel steht vor allem die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationskraft der Klein- und Mittelbetriebe der chemischen Wirtschaft sowie die nachgeschalteten Branchen mit einem hohem Maß an Abhängigkeit. Als Konsequenz drohen massive Einbrüche in Wertschöpfungsketten sowie Steuerausfälle und eine Abnahme sozialer Stabilität .

Nur bei einer handhabbaren und kosteneffizienten Umsetzung der im Weißbuch formulierten Ziele wird die chemische Industrie in der Lage sein, weiterhin einen wertvollen Beitrag zum "Lissabon-Ziel" leisten zu können, Europa zum wettbewerbfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Um die prognostizierten Konsequenzen - unproportionale Kosten, Einschränkung der Flexibilität durch langwierige Registrierungsverfahren sowie nicht mehr verfügbare Chemikalien - zu vermeiden, ist die Beachtung einiger Kernpunkte notwendig.

Die österreichische Wirtschaft befürchtet bei einer unausgewogenen Umsetzung der neuen EU-Chemikalienstrategie eine weitere Schwächung als Industriestandort, und ersucht daher die von der Kommission im Weißbuch selbst aufgestellten Zielsetzungen gleichwertig und nachhaltig - also im Ausgleich zwischen Ökologie, Ökonomie und Soziales – zu verfolgen.