OÖ Wirtschaft vom 21. Februar 2020 /Folge_5_Beilage

2 Nr. 5 – 21. Februar 2020 OÖ Wir tschaft Wirtschafts- und Tourismusland OÖ Oberösterreichs Unternehmen sind die Forschungstreiber Mit 1,73 Mrd. Euro finanzieren Oberösterreichs Unternehmen mehr als drei Viertel der oö. F&E-Ausgaben, so die aktuell verfügbaren Da- ten der Statistik Austria. Damit leisten diese Betriebe einen wesentlichen Beitrag dazu, dass in unserem Bundes- land eine F&E-Quote von 3,46 Prozent erzielt werden konnte, d.h. die zentralen Forschungs- aktivitäten liegen eindeutig bei den oberösterreichischen- Firmen. „Oberösterreich steht mit seiner F&E-Quote ganz gut da. Wir liegen im Bundeslän- dervergleich auf Platz 3, hinter der Steiermark und Wien. Dies beweist, dass die oö. Unterneh- men viel in F&E investieren und daher wirtschaftsnahe Forschungsförderung einen großen Hebel darstellt“, betont Günter Rübig, Obmann der Sparte Industrie der WKOÖ. Die Erfolge Oberösterreichs in den FFG-Programmen spiegelt die Kernkompetenzen und die Stärken des Industriestand- orts wider. Zuletzt wurden Fördermittel in Höhe von 608 Mio. Euro an die Bundesländer vergeben. Davon gehen ein Fünftel, nämlich 136 Mio. Euro, nach Oberösterreich. Größter Anteil an den 136 Mio. Euro hat das Basisprogrammmit 78 Mio. Euro. Der Rest verteilt sich auf thematische und Strukturpro- gramme. Fokus liegt auf der Produktion Die Stärkefelder der heimischen Unternehmen lassen sich an ihrer Performance in den ver- schiedenen Themenbereichen des FFG-Förderinstrumentari- ums ablesen. Für Oberösterreich zeigt sich, dass die Unterneh- men mit ihren Förderprojekten einen stark ausgeprägten Fokus auf den Themenbereich Pro- duktion haben. 64 Mio. Euro an Förderungen werden in diesem Bereich eingeworben, das sind 47 Prozent aller FFG-Förderun- gen in Oberösterreich. Dahin- ter liegen die Themen IKT mit 28 Mio. Euro, Mobilität mit ca. 14 Mio. Euro sowie Energie/ Umweltthemen mit 9 Mio. Euro. „Diese Verteilung zeigt klar, dass in den Programmen die Pro- duktionsthemen weiter forciert werden müssen, da sie für den oö. Standort sehr wichtig sind“, fordert Rübig. Oberösterreich und Steiermark mit ihrer starken industriellen Basis dominieren traditionell die Mittelvergabe in den Basispro- grammen. Mehr als die Hälfte der Gesamtfördersumme geht in diese beiden Länder. Ober- österreich weist imDreijahres- vergleich eine kontinuierliche Steigerung auf und hält sich weiter im Topsegment. Mit 78 Mio. Euro beträgt der Anteil an der Gesamtförderung nun 26,5 Prozent. Das ist erneut der erste Platz im Bundesländer- ranking. „Dies untermauert, dass die oberösterreichischen Unternehmen im Bereich F&E führend sind. Wir holen uns bei den FFG-Basisprogrammen fast ein Viertel vom österreichischen Kuchen. Die unbürokratische Anschlussförderung durch das Land Oberösterreich sei hier als positiver Treiber genannt. Für die Wirtschaft ist dieser Bereich der FFG-Förderung besonders wichtig, weil er die Unterneh- men dort fördert, wo sie in ihren Forschungsanstrengungen stehen“, so Rübig. „Es ist daher notwendig, dass die Basispro- gramme weiter ausgebaut und finanziell gestärkt werden.“ Oberösterreichi- sche Unterneh- men im Bereich Forschung & Entwicklung führend. © StockRocket/ Adobe.com ZUVERDIENST in der GASTRO? Einfach informieren unter zu-verdienst.at

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