Bauindustrie als Wirtschaftsfaktor

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Aufgabe und Verantwortung.
Die österreichische Bauindustrie als Wirtschaftsfaktor.

Ein moderner Staat wie Österreich braucht eine moderne Bauwirtschaft. Sie erbringt bedeutende organisatorische und finanzielle Leistungen und ist Vorbedingung für eine funktionierende Infrastruktur, gleichsam die "Hardware" des Industriestaates.

So vielfältig wie die auftretenden Leistungen sind auch die Sparten der Bauwirtschaft. Zu ihr gehören neben Hoch und Tiefbau, den Domänen des Bauhauptgewerbes, auch die Bereiche des Ausbau- und Bauhilfsgewerbes und der Bauinstallation. Ein Bauprojekt beschäftigt weite Teile der Wirtschaft - 8,5% aller Beschäftigten arbeiten im Bauwesen. Die Vernetzungen mit anderen Wirtschaftsbereichen zeigt die Zuteilung der Produktionskosten im Bauhauptgewerbe. Die Hälfte des Bauproduktionswertes entfällt auf Vorleistungen anderer Branchen.

Zusammensetzung der Bauleistungen (Angaben in %)

Vorleistungen:

Energie 1,1
Roh- und Hilfsstoffe 16,4
Fremdleistungen 28,9
Reparaturaufträge 0,8
Mieten 0,9
Handelswaren 0,1
Sonstiger Betriebsaufwand 7,8
Vorleistungen gesamt 56,0
Wertschöpfung (Nettoproduktionswert) 44,0
Summe (Bruttoproduktionswert)* 100,0
*davon Personalaufwand 35,4%

Aus dieser engen Verbindung und der Beschäftigungswirkung von Bauinvestitionen ergibt sich im Bausektor die höchste Folgewirkung öffentlicher Ausgaben. Eine Milliarde Schilling (€ 72,6 Mio) an Ausgabe im Bausektor beschäftigt 1500 Menschen und löst eine Wertschöpfung von mehr als 1,6 Milliarden Schilling (€ 116,3 Mio) aus.

Rund 800 Millionen (€ 58,1 Mio) fließen in Form höherer Steuereinnahmen wieder an Bund oder Gebietskörperschaften zurück. Der Wirtschaftsfaktor Bau ist einer der effizientesten in Österreich.

Mit einem Beitrag von rund 206 Milliarden Schilling(€ 15 Mrd), das sind 7,9% zum Bruttoinlandsprodukt, war das Bauwesen auch 1998 einer der wichtigsten Sektoren der österreichischen Wirtschaft. Wichtiger als etwa die Landwirtschaft, der Verkehr oder der Energiesektor.

Der öffentliche Auftraggeber (z.B. Bund, Länder) nimmt zunehmend weniger Gewicht ein - über 60% des Bauproduktionswertes werden über private Bauherrn erwirtschaftet.

Die Bauindustrie deckt alle Bausparten gleichmäßig ab, wobei aus aktuellen Gründen die Bereiche Wohnhausbau und Sonstiger Tiefbau an Gewicht gewinnen.

Die österreichische Bauindustrie ist weltweit tätig und nutzte neue Chancen, welche durch die Ostöffnung und den Beitritt Österreichs zur EU entstanden sind. Gleichzeitig wird der österreichische Baumarkt für ausländische Bauunternehmer und Investoren zunehmend attraktiv.

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